Einsiedler Brauhaus | Teil VII … die Zeit ab 2015

2015

Im April wird der Kühlturm abrissen. Schon jahrelang ungenutzt und damit obsolet, zeigen bereits die beiden nachfolgenden Aufnahmen von 2009, dass das Gebäude nicht mehr unterhalten wird.

Die Funktion des Kühlturmes:
Der Sud wurde vom Sudhaus durch eine starke Leitung über den Hof bis zur obersten Etage im Kühlturm gepumpt. Dort lief er dann über das eigene Gefälle über Kühlapparate in den Keller. Im Laufe diese Wegstrecke erfolgte eine Abkühlung von 100° auf 7° C.

Der Abriss erfolgte Stück für Stück, es wurde also nicht gesprengt. Die Kühlfunktion, die der Turm innehatte, übernimmt heute ein moderner Plattenkühler, dieser steht im Sudhaus.

2015 wird auch der Flaschenkeller komplett modernisiert, etwa 1,5 Mio. Euro werden investiert.

Neue Lagerhalle Einsiedler Brauhaus 2013

 

Und noch etwas Erfreuliches und auch für jedermann Ersichtliches haben wir dokumentiert. Die 2013 fertiggestellte Lagerhalle, die ganz sicher ein funktionaler Industriebau ist, aber eben architektonisch sich weder ins Ortsbild oder gar in die historische Brauhausarchitektur einfügt, wird mittels Graffiti auf der Fassade mit brauereitypischen Bildern viel (!) wohlgefälliger gestaltet. Die Ausgestaltung findet allgemein viel Zustimmung.

Links die Halle nach ihrer Fertigstellung am 24. August 2013. Früher war das Areal ein eigenständiges Grundstück und wir haben diesen auch eine eigene Seite gewidmet.

 

 

In unserer kleinen Fotogalerie gibt es ein paar Bilder von der Fassadengestaltung…

 

 

2017

„Freie Presse“ 26. April 2017. Noch etwas umfangreicher war die Berichterstattung im Lokalteil am gleichen Tag.

Großalarm am frühen Nachmittag des 25. April. Um 13:30 Uhr wird die Feuerwehr informiert, dass ein Fass 50%ige Salpetersäure (etwa 1.000 Liter) beim Transportieren von der Staplergabel gerutscht sei und beim Aufschlagen im Betriebshof platzte. Etwa 800 Liter sind ausgelaufen. Die Berufsfeuerwehr, die mit ihrem Gefahrgut-Zug anrückte, konnte die Säure mit Bindemitteln an der Ausbreitung hindern. Ein Mitarbeiter des Brauhauses, der sich in der Nähe des zerborstenen Fasses befand, wurde durch Säuredämpfe verletzt und ins Krankenhaus gebracht.
Neben der Chemnitzer Berufsfeuerwehr waren auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Einsiedel, Klaffenbach, Mittelbach, Stelzendorf und Adelsberg vor Ort, insgesamt 67 Einsatzkräfte. Außerdem Mitarbeiter des Umweltamtes.

Die (verdünnte) Salpetersäure wird im Brauhaus zum Reinigen von Rohrsystemen und allerlei Gegenständen aus Edelstahl verwendet.

Recht ausführlich und vor allem recht zügig machte der Unfall seine Runden. Die Webseiten von Zeitungen und „Sachsen-Fernsehen“ berichteten bereits kurz nach den Schadensereignis. Recht ausführlich waren dann auch die Druckausgaben der Printmedien am Folgetag, links beispielhaft ein Schnipsel der „Freien Presse“ vom 26. April.

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