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Durch Einschaltung des Forstfiskus gelang es 1873, zwei kleine Wirtschaften (jeweils ½ Hufe) zu kaufen. Beide lagen an der Uferstraße, die zugehörigen Felder aber im nachmaligen Fischzuchttal. Der Kaufpreis für beide zusammen betrug 20.000 Taler, die Gesamtfläche 20 Hektar.
Zahlreiche Arbeitskräfte legten 1873 hier insgesamt 14 Becken und Teiche für eine professionelle Fischaufzucht an. Das kristallklare Quellwasser der erworbenen Grundstücke wurde kunstvoll von Teich zu Teich geleitet. Neben den Teichen erstreckten sich verschlungene, 800 m lange Gräben zur Fischbrut, in denen sich 3 bis 4.000 angekaufte Zuchtforellen befanden. Ein großer Vorzug der Einsiedler Anlage war die Möglichkeit, das Wasser des Bächleins zu nutzen, welches das Areal durchfloss. Dieses war im Winter kälter als das Quellwasser und deshalb für die Forellenzucht prima geeignet, da man zur Brut der Eier bezüglich der günstigeren Wassertemperatur regulierend eingreifen konnte, in dem man entweder Quell- oder Bachwasser verwendete. Über ein Steinröhrensystem wurde dieses “Brutwasser” in ein 30 m langes und 20 m breites Bruthaus geleitet. Hier standen 28 große, aus Zement gegossene Bruttröge, ein jeder mit der Kapazität von 60.000 Eiern. Durch eine Rohrleitung verteilte sich das Wasser im ganzen Gebäude, jeder Trog hatte seinen Zu- und Abfluss. Unter dem Gebäude befanden sich Verpackungsräume, da die jungen Fische nach kurzer Reife verkauft wurden. Die in recht großem Umfang betriebene Forellenzucht wurde zehn Jahre später, also 1883, aufgegeben, der Grund dafür ist nicht bekannt.
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