Heimatwerk Einsiedel
Scholl-Straße

Die

 

hieß auch schon:

 


Von ? bis 1933: Turnstraße

Vermutlich mit der seit 1870 in Einsiedel sich etablierenden Turnbewegung im Zusammenhang stehend. Der (bürgerliche) “Turnverein Einsiedel” wurde im gleichen Jahre gegründet. Allerdings ist erst seit 1916 mit dem 1888 gegründeten “Arbeiterturnverein Germania e.V. Einsiedel” ein räumlicher Bezug gegeben, als dieser ganz in der Nähe einen Sportplatz baute. Doch siehe dazu den Bericht auf der Seite Dittersdorfer Weg 25-27.


Von 1933 bis 1945: Kurt-Günther-Straße

Kurt Günther

Benannt nach dem Einsiedler SA-Scharführer Kurt Günther (Foto rechts), welcher 1930 ermordet wurde. Einen ausführlichen Artikel dazu finden Sie hier.


Von 1945 bis 1996: Geschwister-Scholl-Straße

Die Geschwister Scholl waren Hans und Sophie Scholl, beide Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“.

 

Sophie Scholl

Sophie Scholl, geboren am 9. Mai 1921 in Forchtenberg, Württemberg, gestorben am 22. Februar 1943 in München, Bayern (hingerichtet).

Hans Scholl

Hans Scholl, geboren am 22. September 1918 in Ingersheim, Württemberg, gestorben am 22. Februar 1943 in München, Bayern (hingerichtet).

Die Geschwister Scholl wurden am 18. Februar 1943 vom Hausmeister der Münchner Universität beobachtet, als sie gegen das „Drittes Reich“ und den Krieg gerichtete Flugblätter auslegten. Beide wurden sofort der „Geheimen Staatspolizei (Gestapo)“ übergeben. Bereits vier Tage später, am 22. Februar 1943 wurden sie vom Volksgerichtshof zum Tode durch das Fallbeil verurteilt und noch am selben Tage im Münchner Gefängnis Stadelheim hingerichtet.

 

Mit der Eingemeindung nach Chemnitz (1. Januar 1997) wurde die Straße in “Scholl-Straße” umbenannt, da eine “Geschwister-Scholl-Straße” in Chemnitz bereits existierte und keine Straßen mit identischer Bezeichnung in einer Kommune bestehen dürfen.

 

 

 

 

Fotopostkarte, gelaufen am 19. Juli 1935. Das Aufnahmedatum dürfte aber in den 1920er Jahren liegen.
Vorne links das Doppelhaus Nr. 1 und 3, in der Mitte im “Schwarzwald-Baustil” die Nr. 5, rechts die Nr. 7.
(Vorlage: Ekkehard Mühlmann)

Um 1945/46. Während der gesamte Ort im Hintergrund ein Trümmerfeld ist, ging der Kelch der Zerstörung an der Scholl-Straße weitgehend vorbei. Wir sehen hier die Häuser der Südseite (gerade Hausnummern).
(Foto: Ingobert Rost)

Diaaufnahme von der Siedlung aus. Wohl die 1950er Jahre.
(Foto: Haus & Grund Einsiedel/Wolfgang Röhr)

Der Einmündungsbereich an der Anton-Herrmann-Straße, praktisch der Beginn der Scholl-Straße.
Der Aufnahmezeitpunkt ist unklar, wahrscheinlich zwischen 1985 und 91.
(Foto: Jürgen Krauß)

 

 

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