Berbisdorfer Straße 18

Vormals Drechslerei Max Hofmann (Horndreher),
später
Erzgebirgisches Kunsthandwerk Werner Glöß,
heute Erzgebirgisches Kunsthandwerk Barbara & Steffen Göthel

 

Drechslerei Max Hofmann (Horndreher)Annonce Max Hofmann Einsiedel 1926Das Gebäude Berbisdorfer Straße 18 auf einer Fotographie aus den 1920er Jahren. Zu dieser Zeit betrieb hier im Hause Maximilian (Max) Hofmann seine Drechslerei. Rechts eine Werbeannonce aus dem Jahre 1926.
(Foto: Haus & Grund Einsiedel)

 

 

 

 

 

 

 

 

Berbisdorfer Straße 18 in den 1920er JahrenVor Hofmann war hier ein Pfeifendrechsler tätig, der aus Tierhorn Pfeifenköpfe drehte. So entstand der Name “Horndreher”, der sich bei einigen Zeitgenossen bis heute erhalten hat.

Annonce Einsiedler Wochenblatt 1935

 

 

 

 

Oben: Reklameanzeige “Einsiedler Wochenblatt” 1935.
Das Foto rechts stammt wohl auch aus den 1920er Jahren.
(Foto: Haus & Grund Einsiedel)
Die Aufnahme unten ist wahrscheinlich nach 1945 entstanden.

Berbisdorfer Straße 18 wohl nach 1945

 

 

 

 

 

 

 

 

Werner Glöß bemalt den Jäger der Einsiedler Pyramide 1970Der Jäger der Einsiedler Pyramide 20101956 übernahm der zugezogene Werner Glöß (geb. 1924) die Drechslerwerkstatt. Glöß war für kunstvolle Holzarbeiten “vorbelastet”. Kein Wunder, wenn man aus Seiffen stammt und der Großvater als Holzspielzeughersteller arbeitete. Dem Wunsch seines Vaters entsprechend erlernte er den Beruf eines Sitzmöbelbauers, besuchte aber zeitgleich die Spielwarenfachschule, um seinen Traumberuf zu erlernen.

Auf dem linken Foto sehen wir Werner Glöß beim Bemalen des Jägers für die Einsiedler Pyramide. Vermutlich ist das Foto 1970 entstanden.
(Foto: Steffen Göthel)
Rechts der Jäger am 27. November 2010 in Lauerstellung.
Freilich nicht für die Jagd, sondern wartend auf die alljährliche Mitfahrgelegenheit auf der Pyramide.

 

 

 

 

 

Glöß wurde die Werkstatt alsbald zu klein und so erfolgte schon beizeiten ein neuer Werkstattanbau an der Giebelseite, der freilich auch am 17. Februar 2008 mit noch weiter gehenden Anbauten sichtbar ist (Fotos unten links und Mitte).

Als die kleine Firma 2006 ihr 50jähriges Jubiläum feierte, konnte Werner Glöß auf eine äußerst erfolgreiche Zeit zurückblicken. Über 15 Baumarten hat er neu entwickelt, die international patentiert sind. 1979 erhielt er in der DDR den Titel “Anerkannter Kunsthandwerker”.
Für sein Lebenswerk erhielt er 2004 vom Verband der Erzgebirgischen Kunsthandwerker den “Designerpreis Form und Tradition”. Werner Glöß war es auch, der die Figuren und natürlich auch die Spanbäume der Einsiedler Pyramide schuf.

 

750 Jahre Einsiedel Festumzug Schaubild Glöß/Göthel2004 sehen wir Werner Glöß (vorne) und Tochter Barbara mit Ehemann Steffen Göthel beim Festumzug anlässlich der 750-Jahr-Feier in Einsiedel.
Werner Glöß verstarb im August 2008.

 

 

 

 

 

 

In der Werkstatt von Werner GlößEin Foto aus der Werkstatt: Werner Glöß´ Tochter Barbara Göthel (rechts) und Schwiegersohn Steffen Göthel (Mitte) setzen die traditionsreiche Firma fort.
(Foto: Steffen Göthel)

 

 

 

 

 

 

 

Steffen Göthel erschafft RiesenspanbäumeArtikel Freise presse 2014Steffen Göthel machte sich einen Namen als “Meister der Riesenspanbäume”.
Wir sehen ihn hier links bei der Herstellung eines solchen Baumes am 13. Dezember 2004.

Unter dem 1. November 2014 finden wir in der “Freien Presse” einen Artikel über weihnachtliche XXL-Figuren aus dem Erzgebirge.

Die im obenstehenden Ausschnitt genannten Kurrende sehen wir auf den Fotos unten “in Aktion”. Denn alljährlich in der Advents- und Weihnachtszeit stehen sie auf dem Balkon in der Berbisdorfer Straße 18.

Und einige Leute, die schon persönlich dort waren, vermeinten hie und da Gesang gehört zu haben…

 

 

 


Heimatwerk Einsiedel sagt Danke!

 

 

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  • Barbara & Steffen Göthel

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