Dittersdorfer Weg 25 – Dezember 2015

Jeden Mittwoch: Demo resp. Schweigemarsch, hier am 16. Dezember 2016.

1. Dezember 2015

Aktivisten vor dem Einsiedler Rathaus
Willensbekundung vor der Ortschaftsratssitzung:
Aktivisten vor dem Einsiedler Rathaus
(Foto: Sven Bürgel)

Ortschaftsratssitzung. Vor Betreten des Rathauses überraschten einige Vertreter von Bürgerinitiativen und Info-Stand vor dem Gebäude die Ortschaftsratsmitglieder mit einer kleinen Demonstration. Aber selbstverständlich alles friedlich, alle freundlich! Viele von ihnen und wenige andere Anwohner (m/w, zusammen 19) sowie der Vertreter der Freien Presse nahmen dann im Sitzungssaal Platz. Der Ortschaftsrat war mit elf Mitgliedern vollzählig.

Das große Interesse kam daher, weil Freie-Presse-Redakteur Michael Müller am Morgen mit „Rat berät über Büro für Asylkritiker“ etwas verkündet hatte, was gar nicht auf der Tagesordnung stand.
Letztlich wurde es dann doch unter dem Punkt „Informationen des Ortsvorstehers“ beraten. Aber nicht, weil Müller es gerne wollte, sondern weil zwei Stunden vor Sitzungsbeginn ein Schreiben der OB Barbara Ludwig eingegangen war, welches jetzt öffentlich verlesen wurde.
Die OB brachte – sauber ausformuliert – zum Ausdruck, dass (wir formulieren das jetzt mal einfacher) eine „Bürgersprechstunde“ mit den „Guten“ sinnvoll ist, eine „Beratungsstelle“, wo unter Umständen auch die „Bösen“ sitzen könnten, abgelehnt würde: „Von einer Beratungsstelle war durch mich nicht die Rede.
Es bedarf also laut OB schon einer bestimmten Grundmeinung oder einer bestimmten Parteizugehörigkeit, ob man sich in Einsiedel in einem öffentlichen Gebäude Problemen anderer annehmen darf oder nicht. Hier, so scheint es, soll die Mehrheitsmeinung draußen bleiben.

Wie so oft beim Thema „Asyl in Einsiedel“ lagen die Meinungen der Ortschaftsratsmitglieder um 180° auseinander. So sich dazu überhaupt geäußert wurde, heute auf keinen Fall von allen. Das ist schade! Letztlich wurde diesbezüglich gar nichts beschlossen, zu viele Fragen sind offen, zu viele Unklarheiten sind vorhanden.
Aber der Ortschaftsrat wird eine Lösung finden!

Weiter berichtete der Ortschaftsratsvorsitzende von den mittlerweile real existierenden (also amtlich öffentlich gemachten) Problemen im Bereich Trinkwasser und Brandschutz im Lager und dass eine Belegung unter Umständen ob derselben erst im neuen Jahr erfolgen könnte. Der Pendelbus bei der CVAG sei vorerst auch auf Eis gelegt. Wir möchten an dieser Stelle dazufügen, dass die Belegung erst im Januar rein spekulativ ist.
Bezüglich der hier behandelten Ortschaftsratssitzung verweisen wir außerdem auf die Niederschrift.

2. Dezember 2015

In der Frühe erschien der Artikel in der Freien Presse über die Ortschaftsratssitzung des Vorabends. Michael Müller lieferte hier einen objektiven Bericht ab, wir bestreiten es nicht.
Am Abend war dann wie immer der Schweigemarsch mit über 1.000 Teilnehmern. Start war wie in der Vorwoche am August-Bebel-Platz mit Wegführung über die „alte“ Hauptstraße Richtung Rathaus.
Hier hatten die Organisatoren freilich schon vorher alles vorbereitet. Zwei Redner nahmen zu den Problemen der letzten Woche Stellung: Trinkwasserproblematik, Ablehnung der geplanten Beratungsstelle im Rathaus durch die OB und natürlich auch die Bundespolitik. Hier war vordergründig ein möglicher Syrieneinsatz der Bundeswehr ein Thema, welcher die Ungeheuerlichkeit einiger Entscheidungen der Bundesregierung wieder einmal offenbart.
Wir verweisen auf den Ausspruch des polnischen Außenministers Witold Waszczykowski von letzter Woche:

„… dass wir unsere Soldaten in den Kampf nach Syrien schicken, während Hunderttausende Syrer Unter den Linden ihren Kaffee trinken.

… und ersparen uns jeden weiteren Kommentar!

Dafür haben wir Bilder vom Schweigemarsch in eine kleine Galerie eingefügt:

Wir kommen nicht umhin, von einer geringeren Teilnehmerzahl als in der Vorwoche zu berichten. Also hier ist ganz bestimmt noch Luft nach oben! Auffallend ist auch, dass weniger Leute am Rathaus ankommen, als am August-Bebel-Platz gestartet sind. Es ist natürlich schön, wenn viele zu den Schweigemärschen kommen. Bedauerlich ist aber, wenn dann unterwegs zum heimischen Herd abgebogen wird. Die Organisatoren hetzen viel Zeit an die Organisation der Schweigemärsche, an die damit verbundene Bürokratie, an das Schreiben der Reden, an den Auf- und Abbau der Technik. Lasst diese Arbeiten nicht umsonst sein! Die Leute tun das ganz bestimmt nur nicht für sich, sondern für Einsiedel! Für so viele Einsiedler, von denen bekanntlich eine überwiegende Mehrheit der geplanten Erstaufnahme kritisch gegenübersteht. Am heimischen Küchen- und am Stammtisch zu zetern, ist zu wenig! Und so werden auch keine negativen Schlagzeilen in den Medien!

3. Dezember 2015

In den Vormittagsstunden rief das DRK der baldigen Erstaufnahme in einer Zahnarztpraxis in der Nähe an, um die zukünftigen Notversorgungen, mit denen in Bälde zu rechnen ist, abzusichern. Es ist davon auszugehen, dass auch andere Zahn-/Arzt-Praxen kontaktiert wurden. Dies könnte man nun wiederum als Zeichen einer baldigen Belegung interpretieren.

Die Freie Presse bringt heute mit „Asylheim Einsiedel: Spekulationen um Bezugstermin“ noch einmal eine größere Abhandlung der oben publizierten Berichte vom 1. Dezember (Michael Müller) und vom gestrigen Schweigemarsch (Benjamin Lummer).
Neu war, dass vier Widersprüche gegen die erteilte Baugenehmigung vorliegen. Jetzt haben sogar wir mal was aus der Zeitung!

6. Dezember 2015

Der Nicolaus war am Info-Stand...
(Foto: Jan Keckstein)

An GRÜNEN Gleichschaltungsfanatikern und LINKEN Atheisten vorbei, ist es dem Nikolaus gelungen, in der Nacht zum Sonntag den Info-Stand zu besuchen. Unpolitische Kinder hatten erwartungsvoll ihre Schuhe und Stiefel am Vortag hier abgegeben … und wurden nicht enttäuscht!
Das Engagement des Info-Standes endet also längst nicht beim Thema „Asylbewerber in Einsiedel“. Es ist nicht nur diese Nikolaus-Aktivität, die hier ins Auge sticht, ebenso wurde kürzlich eine Spenden-Aktion für krebskranke Kinder initiiert, die reichlich Zuspruch erhielt.

Leider müssen wir dem Info-Stand sagen, dass er mit diesen Aktionen nicht in der Freien Presse erscheinen wird, weil er nicht der dort herrschenden politischen Meinung entspricht. Auch wird es keinen der vielen Fließbandpreise geben!
Aber hier im Ort und durch die Webseiten und Facebook ins Land getragen, lesen Unzählige von euren Aktionen und wissen diese ganz bestimmt zu würdigen und zu schätzen!

Wir sagen danke!

8. Dezember 2015

Heute fand ein Treffen der Hauptakteure der Asylkritiker von Einsiedel statt. Der Info-Stand und beide Bürgerbewegungen berieten, wie die Arbeit in der Zukunft gestaltet werden soll. Gemeint ist die nahe Zukunft, also die Zeit nach den Weihnachtsfeiertagen.
Wir rechnen damit, dass es morgen, spätestens aber am 16. Dezember, die vorerst letzte Demo geben wird.
Auch gehen wir davon aus, dass einige der ab Jahresbeginn 2016 geplanten Aktivitäten morgen Abend auf der Demo öffentlich genannt werden.

9. Dezember 2015

Demo am 09.12.15 Aushang

Mittwoch ist Demo-Tag!
Wir können berichten, dass heute wieder mehr Menschen am Schweigemarsch teilgenommen haben! Nach realistischen Schätzungen beim Vorbeimarsch des Demonstrationszuges gehen wir von mindestens 1.200 Personen aus, also wenigstens 200 mehr als in der Vorwoche!
Die Streckenführung war die gleiche und am Treffpunkt Rathaus wurden alle mit erzgebirgischer Weihnachtsmusik empfangen.

Heute waren wieder zwei Sprecher auf der Freitreppe des Rathauses. Wie in der Vorwoche Frank Schreiber. Er führte noch einmal die Kriterien an, die an eine Erstaufnahme in Sachsen gestellt werden (wir berichteten bereits unter dem 21. September davon). Und jetzt war wohl auch dem Letzten klar, was für eine „Bombe hier am Ortsrand schlummert“.
Dann kommt er zurück auf das von OB Barbara Ludwig abgelehnte Bürgerbüro. Mit reichlich Pathos in der Stimme fordert er den Ortschaftsrat zum Gespräch auf. Es ist davon auszugehen, dass er in diesem Moment für die beiden Bürgerinitiativen und den Info-Stand spricht. Selbstverständlich sind derartige Forderungen legitim. Aber Schreiber, der eigentlich sowohl analytisch als auch rhetorisch als begabt gilt, hat mit seinem pauschalen Angriff auf den Ortschaftsrat und der Drohung, Bürgerversammlungen in Eigenregie zu organisieren, dem Ort keinen guten Dienst erwiesen. Ganz sicher wird das in den Medien noch einmal zur Sprache kommen.

Einige Ortschaftsratsmitglieder, die zur Kundgebung anwesend waren und somit den Asylkritikern zuzurechnen sind, waren über Schreibers pauschalisierte Aussagen wenig erfreut. Hier mehr zu differenzieren, halten wir für geboten! Namen müssen dabei gar nicht genannt werden, denn der Großteil der Bürgerschaft von Einsiedel weiß, welcher Ortschaftsrat in Sachen „Asylbewerber und Immigranten“ wofür steht.
Weiterhin prangert Schreiber private Flüchtlingshilfen an, die durch Parteien vereinnahmt werden. Es muss hier betont werden, dass er Hilfen für Flüchtlinge als solche keineswegs in Abrede stellt.

Zweiter Redner war Lars Franke. Er berichtete in einer von ihm moderierten Diashow von seiner Reise zu einem Grenzübergang zwischen Bayern und Österreich.
Etwa 50 Asylbewerber hat er dort interviewt. Aus vielen Ländern, aber sämtlich ordentlich gekleidet und keinesfalls unterernährt oder verdreckt. Keine Kriegsflüchtlinge!
Haarsträubend sind die Vorstellungen der Asylanten von Europa.
In allererster Linie irregeleitet von Bundeskanzlerin Merkel, erwarten diese hier Nahrungsmittel, Haus, Auto und eine Arbeit. Franke sprach mit Syrern aus Damaskus, die „vor dem Krieg dort flohen“. Also von Krieg in der syrischen Hauptstadt hatte bis jetzt noch nicht mal der Mainstream berichtet …
Franke schloss seinen mit vielen authentischen Fotos begleiteten Bericht mit einer Schuldzuweisung an die USA und ihre europäischen Handlanger. Sofort Beifall! Und er forderte Merkel zum Rücktritt auf. Wieder Beifall und „Merkel-muss-weg“-Rufe.
Ein interessanter Vortrag, ganz sicher werden auf dem Nachhauseweg viele darüber nachdenken. Untermalt wurde der Heimweg wieder von den hier in Sachsen so vertrauten erzgebirgischen, in Mundart gesungenen Weihnachtsliedern.
Und wer es nicht so eilig hatte, den lud der Info-Stand noch zu einem Glühwein ein.

Wichtig scheint uns noch die Mitteilung, dass auch für nächsten Mittwoch (16. Dezember) eine Veranstaltung geplant ist. Wir werden berichten!

10. Dezember 2015

Man muss kein Orakel sein, um vorauszusehen, dass Freie-Presse-Redakteur Michael Müller alles, aber auch wirklich alles, begierig aufsaugt, was sich als Spaltung und Konfrontation in Einsiedel vermarkten lässt.
Und so nimmt er dann wie erwartet mit: „Einsiedel – Asyl: Druck auf Ortschaftsrat wächst“ die Aussagen Frank Schreibers vom Vorabend zum Anlass, seine Leserschaft außerhalb Einsiedels darauf einzustimmen, dass die sich nicht wundern möge, sollte hier in Bälde eine innerörtliche Revolution ausbrechen. Auch suggeriert die Überschrift, als wäre eine wahnsinnige Drohkulisse vor dem Ortschaftsrat aufgebaut worden, was freilich übertrieben ist.

Mit keinem Wort erwähnt der Redakteur den Reisebericht des zweiten Redners Lars Franke, da für Müller die Hürde unüberwindbar erscheint, den Freie-Presse-Lesern belegbare Wahrheiten über neu ankommende Asylanten mitzuteilen.
Und selbstverständlich wird auch über die höhere Teilnehmerzahl nicht berichtet. Für Michael Müller gibt es offenbar nur eine Richtung: nach unten!
Nicht vorenthalten wollen wir unseren Lesern die beiden letzten Sätze des Artikels, hier stellt Müller die Situation korrekt dar:

Dem zuletzt 2014 gewählten Ortschaftsrat gehören sowohl aktive Unterstützer als auch Gegner der seit Oktober andauernden Proteste an. Vertreter beider Seiten warnten zuletzt wiederholt vor einer drohenden Spaltung des Ortes.

Pauschale Vorurteile und Drohungen wie am Vorabend öffentlich ausgesprochen, leisten Disharmonie und Zerwürfnis Vorschub. Die Profiteure sitzen im Linksblock des Stadtrates Chemnitz, in der Stadtverwaltung, bei der Freien Presse und im Boulevardjournalismus!

Auch vom 10. Dezember ist das nachfolgende Phönix-Video (via YouTube).
Vizekanzler Sigmar Gabriel: von Wasserträgern der SPD, vom einzigen „Ortsratsmitglied der SPD im Ort“ und deren Kampf gegen die Nazis in Einsiedel …

Bezüglich der Aussagen Gabriels sind noch nicht alle Messen gesungen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche das Schlussslied „Wann wir schreiten Seit’ an Seit’“ auf den SPD-Parteitagen. Schauen wir mal, wie das zusammen schreiten von den Genossinnen und Genossen dann in Einsiedel aussehen wird, da der Parteivorsitzende hier einem einfachen Parteimitglied einen Bärendienst erwiesen hat!

11. Dezember 2015

Fast scheint es, als hätten alle Einsiedler einen gemeinsamen Filmabend verbracht. Das Video mit SPD-Chef Sigmar Gabriel ist heute in Einsiedel das Top-Thema. Die Zustimmung zu dessen Äußerungen lässt sich ganz genau messen: Null Prozent!

Und darum halten wir jetzt auch eine ganz, ganz kurze Ansprache:

Liebe Nationalsozialisten, liebe Wasserträger und (sollten diese in einer Minderheit in Einsiedel noch vorhanden sein) liebe Bürger!
In Bezug auf das Video oben scheint es uns geboten, darauf hinzuweisen, dass dem wieder einmal durch proletenhafte Äußerungen aufgefallenen SPD-Chef eine Schlüsselrolle in der Führung dieses Landes zukäme, wenn die Kanzlerin wie auch immer an der Ausübung der Amtsgeschäfte gehindert wäre. Hoffen wir auf die stetige Einsatzbereitschaft von Angela Merkel und damit auf die Inkaufnahme des kleineren Übels!

Der Info-Stand am 11. Dezember 2015
Keiner zu sehen und trotzdem garantiert besetzt:
Der Info-Stand am 11. Dezember 2015

Den ganzen Tag über kochten in Einsiedel die Emotionen hoch. Auch bei uns im Hause brachten Unzählige ihren Unmut über Gabriel zu Ausdruck. Vollkommen unverständlich, wie der SPD-Führer seine Parteigenossin hier ins Messer laufen lässt, denn selbstverständlich färben dessen unfassbare Aussagen auf Steffi Barthold ab. Mitgegangen – mitgefangen – mitgehangen.

Neben den erwähnten mündlichen Empörungen erhielten wir auch einige schriftliche Äußerungen, z. B.:

…ich glaube es ist Zeit, dass hier der Ortschaftsrat was unternimmt. Wir können diese Aussage nicht stehen lassen, dass in Einsiedel gegen Nazis gekämpft werden muss. Zurzeit haben wir keine Flüchtlinge, die betreut werden müssen, noch haben wir Nazis und Frau Barthold sitzt auch nicht im Ortschaftsrat für die SPD. Sie unterstützt ja noch die Aussage, dass wir Einsiedler Nazis sind. Ich glaube ich fasse es nicht.
Die Politiker haben hier ein dummes Bauernopfer gefunden, was sie vorzeigen können und die merkt es nicht mal.

Beim Info-Stand wurde dieses Schreiben von einer älteren Frau abgegeben:

 

Bürgerstreife Einsiedel
Engagement für den Heimatort:
Bürgerstreife Einsiedel

12. Dezember 2015

Die Sache Sigmar Gabriel und Steffi Barthold scheint noch nicht ausgestanden. Nachdem auch die Lokalpresse mit einem Tag Verspätung das Thema aufgriff, gehen die Unmutsbekundungen hier im Ort weiter.
Viele Bürger berichten, dass sie gestern versucht haben, Steffi Barthold telefonisch in der Begegnungsstätte im Einsiedler Rathaus zu erreichen, indes war dort das Festnetz ständig besetzt (d. h., der Hörer lag vermutlich daneben) und das Mobiltelefon war ausgeschaltet.
Indirekt berichtet auch Freie-Presse-Redakteur Michael Müller, dass er sie nicht erreicht hat. Sein heutiger Artikel über die kritischen Reaktionen in Einsiedel ist allgemein gehalten, ein kurzes Interview mit Steffi Barthold oder etwas Ähnliches lesen wir hier nicht.

Dafür war die Thematik des Nachmittags auf dem Einsiedler Weihnachtsmarkt das nach wie vor vorherrschende Thema.

Auch erstmals auf dem Weihnachtsmarkt gesichtet wurden heute einige Mitglieder der „Bürgerstreife Einsiedel“. Auf Nachfrage erhielten wir die Auskunft, dass diese seit den Einbrüchen der letzten Wochen (hauptsächlich in Berbisdorf) während der Schweigemärsche intensiver bestreift.
Und garantiert nicht nur mittwochs.

13. Dezember 2015

Das (kurze) Wort zum Sonntag

Heute Vormittag war ich auf der Geflügelausstellung in Amtsberg (Weißbach). Nachdem ich die vielen Hühner, Tauben, Gänse, Enten und Puten angeschaut hatte, war es Zeit für die klassische Bockwurst und einen Kaffee. Ich ging in die kleine „Cafeteria“ ebenda und fragte an einem größeren Tisch, ob ich mich dazusetzen könnte, dem freundlich zugestimmt wurde. Und während ich dort etwa 20 Minuten saß, den Kaffee trank und die Bockwurst aß, lauschte ich den Gesprächen meiner Tischgenossen. Man sprach vom Zuchterfolg und Misserfolg im Bereich Geflügel, vom Schafscheren und Deckakten bei denselben, von den Enten und Gänsen, die jetzt Weihnachten in die Röhre kommen, und was für eine Arbeit noch vor den Leuten liegt, bis der Braten auf dem Tisch steht.
Kein Wort, (kein einziges!) fiel über Flüchtlinge und Asylanten! In Einsiedel undenkbar! Ich schreibe dies jetzt in den Mittagstunden dieses Sonntags. Heute Nachmittag gehe ich auf den Einsiedler Weihnachtsmarkt – die Realität wird mich rasch wieder einholen!

Geflügelausstellung Amtsberg
Asylproblem mal ausgeblendet:
Geflügelausstellung mit Nachbarschaftsgesprächen

14. Dezember 2015

Freie-Presse-Redakteur Swen Uhlig bringt heute mit „Flüchtlingsunterkunft: Freistaat hält an Einsiedel fest“ eine kurze Mitteilung, dass auf Nachfrage der Zeitung bei der Landesdirektion diese an der geplanten Erstaufnahme festhalten will. Trotz aller Widrigkeiten … aber das schreibt er freilich nicht!

In Einsiedel selbst schwirren unzählige Gerüchte bezüglich des Lagers, dass dieses aber wegen derzeit verringerter Zugänge an Asylanten gar nicht erst eröffnet werde, wurde nie kolportiert. Und wenn wir jetzt die letzten Monate gedanklich an uns vorbeiziehen lassen, zögern wir nicht vor dem Gebrauch des Wortes „leider“!
Ganz im Gegenteil, seit Freitagabend sind wieder Aussagen in regem Umlauf, dass eine Belegung am Donnerstag, dem 17. Dezember, erfolgen soll.
Auch wir haben aus drei unterschiedlichen Quellen erfahren, dass die Bereitschaftspolizei für diesen Donnerstag einen Einsatz hier im Ort plant.
Da aber auch Argumente, die gegen eine Belegung vor Weihnachten sprechen, schwer zu entkräften sind und wir unsere Glaskugel für teuer Geld an Angela Merkel verliehen haben (Refinanzierung des Heimatwerkes), müssen wir das Für und Wider der Erstbelegung in dieser Woche hochrangigen Spitzenbeamten mit entsprechendem monatlichen Salär überlassen.
(Also jetzt haben wir hier fast das Dreifache geschrieben, was Swen Uhlig in Druck gebracht hat …).

Um 19:00 Uhr trafen sich Vertreter von beiden Bürgerinitiativen, vom Info-Stand, der Kirchgemeinde/Flüchtlingshilfe und vom Ortschaftsrat im Café zur Talsperre. Die 24 Personen berieten teilweise sehr emotional die Ereignisse der vergangenen Tage. Die Veranstaltung endete um 21:45 Uhr, es haben alle überlebt.

15. Dezember 2015

Betrifft 17. Dezember: Entwarnung!

16. Dezember 2015

Der letzte Schweigemarsch für dieses Jahr.
Bitte den geänderten Treffpunkt Anton-Herrmann-Straße Ecke Altenhainer Allee beachten (Höhe Café zur Talsperre).
Also nicht mehr August-Bebel-Platz!

Die Streckenführung wird Einsiedler Hauptstraße landwärts, Einsiedler Neue Straße und Zielpunkt mit Kundgebung das Einsiedler Rathaus sein.

Letzter Schweigemarsch 2015 in Einsiedel

16. Dezember 2015

Der letzte Schweigemarsch vor der Weihnachtsruhe

Einsiedel sagt NEIN!

Die heutige Veranstaltung bildete einen würdigen Abschluss für die Protestkultur in Einsiedel. Die Organisatoren hatten sich viel Mühe gegeben und wurden mit einer Teilnehmerzahl von mindestens 1.200 Menschen und dem entsprechenden Applaus und der Anerkennung ihrer organisatorischen und natürlich der logistischen Leistungen belohnt!
Wir haben nachfolgend eine Fotogalerie eingefügt, die mit den entsprechenden Texten versehen ist und uns damit das Geschehen noch einmal in Erinnerung ruft.

 

Zusätzlich möchten wir aber auch noch einmal einige Redepassagen der beiden heutigen Sprecher wiedergeben:
Hauptthematik, wie könnte es anders sein, waren die Nazi-Parolen des deutschen Vizekanzlers Sigmar Gabriel.
Trotz dessen Schwarz-Weiß-Malerei haben wir uns in der Bildergalerie oben für teuren Farbfilm entschlossen. Wir hoffen, wir werden damit dem Bild der Neonazis bestens gerecht und toppen auf diese Weise auch die monochromen Bilder von Leni Riefenstahls Reichsparteitagsfilmen. Also an der Choreografie arbeiten wir noch, gehen aber davon aus, im Großen und Ganzen allen Klischees des Vizekanzlers, seiner Parteigenossen und Wasserträger gerecht zu werden.
Auch ist es uns mit der neuen Colorfotografie gelungen, die Brauntöne des Rednerpults in allen Facetten wiederzugeben.
Die beiden Abgesandten des Reichspropagandaministeriums … so, Schluss damit … denn die beiden Redner haben keinen Sarkasmus verdient, bewegten sich ihre Beiträge doch auf höherem Niveau als die Auslassungen Sigmar Gabriels.

Gleich zu Beginn Anmerkungen zu Detlef Müller, SPD-Stadtrat in Chemnitz und Bundestagsabgeordneter (ihm wurde eine Mitschuld an den Nazivorwürfen gegeben), sie wurden mit Beifall honoriert.

Dann fiel der Name Steffi Barthold – Buhrufe.
Der Redner nennt Gabriel einen geistigen Brandstifter und das Parteitagsvideo wird abgespielt. Bei allen Sequenzen dort mit „Nazis“, „Rechtsradikalen“ und beim Betreten der Bühne von Steffi Barthold gab es laute Buh- und Pfui-Rufe und am Schluss „Verräterin“. Der Sprecher prangert an, dass Barthold Gabriels Meinung unterstützt: „Sie sind keine würdige Vertreterin im Ortschaftsrat und im Stadtrat!“
Dann las er den Brief einer Einsiedlerin vor, den diese unter dem 11. Dezember am Info-Stand abgegeben hatte (siehe ebenda). Beifall.

Der Sprecher berichtet noch von anderen Aktionen, die vom Info-Stand in der letzten Woche initiiert wurden und die garantiert nicht im Mainstream erwähnt werden. Für die Kinderkrebshilfe wurden 411 EUR gesammelt und für den kleinen, an Leukämie erkrankten Lucas noch einmal 100 EUR. Für Letzteren gab es auch eine fantastische Aktion der Kameraden der Einsiedler Freiwilligen Feuerwehr, wir empfehlen mit besonderem Nachdruck diese Website: (ehemals verlinkter Artikel anbieterseitig nicht mehr verfügbar).

Der zweite Redner spricht. Thema erneut Barthold und Gabriel, wieder viel Beifall. Zitiert werden Passagen aus Gabriels Rede und Richtigstellungen wie die Tatsache, dass Steffi Barthold gar nicht für die SPD im Einsiedler Ortschaftsrat sitzt, sondern für die Bürgerliste.
Auch wären erste Schritte gegen die Diffamierungen des Vizekanzlers gemacht worden. Beifall. Gabriel hat mit seinen Nazi-Parolen einer Spaltung des Ortes entgegengewirkt, jetzt rückt dieser noch näher zusammen. (Armer Michael Müller von der Freien Presse, was nun? Was tun? Was machen? Was ausdenken!)

Weiter wird berichtet, dass Widersprüche gegen die Baugenehmigung nun von der Landesdirektion entschieden werden, also von der Behörde, die größtes Interesse am Belegungsbeginn hat.
Und auch in der letzten Woche und da auch am Sonntag wurde im Lager – mit internationaler Beteiligung – gebaut.

Der erste Redner, er ist vom Info-Stand, übernimmt noch einmal kurz für einige Abschlussworte. Er erklärt, dass der Info-Stand auch noch ein oder zwei Jahre durchhalten wird. Viel, viel Beifall!
Es ist 20:40 Uhr, die Veranstaltung endet, auch wenn es noch eine ganze Weile dauert, bis der Platz vor dem Rathaus menschenleer sein wird.

SPD-Eimer vor dem Einsiedler Rathaus
Die Anzahl der SPD-Eimer im Foto überragt die Anzahl der SPD-Ortschaftsratsmitglieder genau um eins.

17. Dezember 2015

Recht kurz war er, der Artikel in der Freien Presse über den Schweigemarsch vom gestrigen Abend. Dafür lädt die Schlagzeile:

Protest in Einsiedel – Mehr Teilnehmer als in der Vorwoche

… zum Weiterlesen ein. (Hoffentlich gab’s keine Haue vom Chef für den Redakteur.) Indes gab es bei der Angabe der Teilnehmerzahl eine kleine Abweichung, freilich nur in geringen Nuancen. Die Freie Presse schreibt von 400, real waren es wie in der Vorwoche mindestens 1.200. Die Abweichung liegt aber auf alle Fälle im „bekannten Toleranzbereich des Mainstreams“.

Foto von Marschteilnehmern Wexbrücke.
Nicht bis drei zählen können: Die Freie Presse und die Asylgegner.
„Es kamen zweie die Straße runter, es war noch einer dabei.“

In den Vormittagsstunden erreicht uns das Schreiben einer Person, die das Video Gabriel/Barthold am Vorabend erstmals gesehen hatte und das wir mit deren Genehmigung hier wiedergeben:

… mit Bestürzung habe ich die Rede von Herrn Gabriel am 10.12.2015 auf dem SPD-Parteitag zur Auszeichnung von Fr. Steffi Barthold aufgenommen. Wie kann sich so ein Politiker hinreißen lassen und sagen: ……kämpft gegen die NAZIS in ihrem Ort. Aber noch viel schlimmer ist, daß die Fr. Barthold das nicht dementiert hat. Also stimmt sie zu, daß wir Einsiedler Nazis sind.
Ich und auch meine Nachbarn, Fam. (Name bekannt), fühlen sich hier persönlich angegriffen und wir erwarten eine entspsrechende Entschuldigung sowohl von Herrn Gabriel als auch von Frau Barthel, denn sie hat ja dem zugestimmt, als sie nichts darauf erwiderte. Ich kann auch nicht nachvollziehen, daß unser Ortsvorsteher diese Aussage kommentarlos hinnimmt und eine Weiterarbeit mit Fr. Barthold in Betracht zieht. Das ist schon fast unvorstellbar. Solche Bürger können die Interessen der Einsiedler nicht vertreten. [sic!]

Anpacker: Nico Köhler, CDU

Ebenfalls am heutigen Tage erschien ein „passender“ Artikel im Wochenmagazin Zeit.
Der Beitrag, der ab etwa Beginn des zweiten Drittels auch Bezug auf Einsiedel nimmt, ist ein Bericht über sächsische CDU-Abgeordnete, die nicht im gewünschten Gleichschritt des Mainstreams marschieren und sich so von der einheitlichen Masse ihrer mittlerweile als vierte Linkspartei von vielen wahrgenommenen CDU präsentieren. Und zwar volksnah. Da aber Volksnähe bei „Asylkritikern und Asylgegnern“ für Massenblätter à la Zeit Kollaboration bedeutet, fällt der Artikel entsprechend aus. Wer hätte jetzt auch anderes erwartet?
Für Einsiedel kommen Ines Saborowski-Richter (MdL) und Nico Köhler, CDU-Ortsvorsitzender Grüna/Mittelbach, ins Spiel. Wir erwähnten beide bereits mehrfach hier im Heimatwerk.
Gerade Köhler hat der Zeit-Redakteurin vorher ein umfassendes Interview (unten) gegeben, was letztlich nicht gedruckt wurde, da sich dann natürlich ein realistisches Bild der Geschehnisse hier im Ort und vom Verhalten einzelner Akteure ergibt. Aber dieses Bild taugt nicht für Mainstream-Artikel, denn hier werden Volksvertreter (gerade die „Kleinen“) ihrer Aufgabe gerecht, aber eben für die falsche Seite. Hätten sich diese CDUler für Flüchtlingshilfe eingesetzt, wäre der Tenor ein anderer gewesen. Aber wer liest dann solche Artikel?
Bei der Zeit und bei so vielen anderen: Schwarz-Weiß-Denken trotz Farbdruck.

19. Dezember 2015

Ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Aussage von Mittwochabend „Der Info-Stand wird auch noch ein oder zwei Jahre durchhalten!“ kein nebulöses Vokabular irgendeines Politikers war, sieht man heute am Info-Stand selbst. Es wird begonnen, diesen winterfest zu machen.

20. Dezember 2015

Einige Bilder vom Info-Stand. Wie berichtet, wurde gestern begonnen, diesen für einen Winter tauglich zu machen, der zum Zeitpunkt alles andere als kalt und schneereich ist. Da keiner weiß, was ab Januar in Einsiedel ankommt (Busse, Winter …), will man vorbereitet sein. Die Arbeiten sind bislang nicht abgeschlossen.

Auch wurden am letzten Donnerstag die unzähligen Banner aus Einsiedel entfernt. Wie wir am Info-Stand erfahren, ist das nur ein vorübergehender Zustand über die Weihnachtsfeiertage (Weihnachtsfrieden). Ab Januar soll die Protestkultur in Einsiedel wieder voll aufleben.

22. Dezember 2015

Plan vorfristig erfüllt!

Also bis jetzt nicht, Vorschusslorbeeren gab’s aber schon mal. Unter „Alle Stadtteile sollen Flüchtlinge aufnehmen“ weist heute Michael Müller in der Freien Presse darauf hin, dass die Flüchtlinge, die von den EAEs an die Kreise und Städte verteilt werden, in Chemnitz im Zuge dezentraler Unterbringung auf alle Stadtteile verteilt werden sollen. Um „alle“ dann gleich im dritten Absatz stark einzuschränken. Ebersdorf (EAE), Furth, Hilbersdorf, Zentrum, Sonnenberg, Yorckgebiet, Lutherviertel, Gablenz, Kapellenberg, Kappel, Helbersdorf, Bernsdorf, Altchemnitz, Morgenleite, Hutholz und Markersdorf bleiben außen vor, da dort schon Asylbewerber wohnen und diese Stadtteile sich damit wohl bereits „bewährt“ haben.
Und: Einsiedel. Also hier wohnen (im Gegensatz zur Aussage des SPD-Chefs Gabriel) zum Zeitpunkt noch gar keine Asylbewerber, wenn aber das Lager am Dittersdorfer Weg dann belegt ist und die Asylanten später verteilt werden, scheint es nicht so zu werden, dass einige nur den Berg runter müssen und hier im Dorf dann in Wohnungen untergebracht werden.
Wie wir dieser Tage im Mainstream lesen, ist doch der Schwund in den sächsischen EAEs und Landkreisen nicht ohne, bis zu 80 % werden kolportiert. Und da fällt uns sogleich ein etwas älteres Adventslied ein: „Macht hoch die Tür‘, die Tor‘ macht weit“.
Na ja, vielleicht verwechseln wir da auch was …

Ebenfalls am 22. Dezember fanden viele Einsiedler nachfolgendes Schreiben des Info-Standes in ihrem Briefkasten:

Und so kurz vor Weihnachten wollen wir ein nachdenkliches, aber auch zuversichtlich machendes Weihnachtsgedicht einer etwas älteren Einsiedlerin niemandem vorenthalten:

23. Dezember 2015

Ja, eigentlich ist es zum Zeitpunkt recht ruhig um das Lagerleben in Einsiedel. Das empfinden nicht nur wir so, sondern allgemein ist das Thema derzeit etwas heruntergefahren. Ganz sicher hat dies auch mit dem nahen Weihnachtsfest zu tun. Die Menschen sind dankbar über jede Abwechslung, die nichts mit Asyl und Dittersdorfer Weg 25 zu tun hat, und wohl die allermeisten Einsiedler freuen sich auf das Fest.
Da liest man schon beinahe über die Freie-Presse-Schlagzeile „Einsiedel: Polizei ermittelt wegen Videoüberwachung“ drüber weg. Premium-Redakteur Michael Müller hatte nun, über zwei Wochen (!) nach der Entdeckung einer Videokamera auf der Anton-Herrmann-Straße, auch mal von der Sache gehört und jetzt noch schnell einen Artikel daraus gebastelt.

MDR Regionalstudio Chemnitz

Etwas Dynamik kam aber mit einer ganz anderen Schlagzeile in den heutigen Tag.
Beispielhaft für viele Medien bilden wir hier mal nachfolgend einige Screenshots vom 23. Dezember ab, diese erklären den Sachverhalt recht gut.

Auch Der Spiegel im fernen Hamburg hatte online unter der (zweifarbigen) Schlagzeile „Übergriff in Chemnitz: Unbekannte ritzen Schriftzüge in Flüchtlingshäuser“ berichtet.
Dort wurde im gleichen Artikel dementiert und darauf verwiesen, dass die Schäden wesentlich älter sind.

Screenshots wegen angeblichem Anschlag auf das ehemalige Pionierlager
MDR 1 Sachsen


Links: Leichte orthografische Mängel bei ellenlangem Text:
Integration eines Asylbewerbers aus dem schier unerschöpflichen Reservoir der heuer neu zugeströmten Fachkräfte?
Oder schrieb hier das Lehrfräulein von der Glühweinbude auf dem Weihnachtsmarkt?

Radio Chemnitz
Radio Chemnitz

Das erwähnte zerschnittene Stück Stacheldrahtzaun stammt aus einer alten Innenabsperrung. Der erst im November 2015 angebrachte neue Stacheldrahtzaun an fast der gesamten Außenumfriedung ist noch immer in tadellosem Zustand.

24. Dezember 2015

Die Freie Presse bringt heute unter „Anschlags-Verdacht erweist sich als Irrtum“ eine Nachlese über die „Geschehnisse“ vom Vortag.
Wir wollen das nicht noch einmal vertiefen.

Frohe Weihnachten!

26. Dezember 2015

Dittersdorfer Weg 25 ohne Flüchtlinge am 26.12.2015
26. Dezember 2015: Weihnachtsfrieden in ganz Einsiedel
Das abgebildete Gebäude haben wir aus einer Lostrommel gezogen, es hätte auch jedes andere sein können …

29. Dezember 2015

Am 27. Dezember wurde der Brief Sigmar Gabriels an Falk Ulbrich (nachfolgend) von der SPD-Pressesprecherin Anja Strieder an die Freie Presse gesandt und ist somit öffentlich.
Wir empfehlen, diesen nicht zu lesen, da das Bedrohungsszenario, dass der Info-Stand wohl in Bälde die Macht in Einsiedel an sich reißt, Gestalt annimmt.
Also jedenfalls lesen wir das so. Wir unterstellen, dass Gabriels Zuträger Rechercheure nur Fakten – Fakten – Fakten gesammelt und vor allem nichts weggelassen haben.
Es ist davon auszugehen, dass das Schreiben noch einmal von der Freien Presse in irgendeiner Art publiziert wird.

31. Dezember 2015

Unsere kurze Nachlese

Silvester in Einsiedel Ende der 1970er Jahre
Ein Heimatbeleg: Silvester bzw. Neujahr in den 1970er Jahren. Vom Knorrberg aus fotografiert, unweit des zum Zeitpunkt unbelegten Pionierlagers.
(Foto: Torsten Richter)

Was für ein Jahr! Jedenfalls das letzte Drittel!
Die Dynamik der weltweiten Ereignisse hat Einsiedel erreicht und der Ort hat so gänzlich anders reagiert, als unzählige andere Städte und Dörfer in Deutschland, die vor das gleiche Problem gestellt wurden.
Dagegen wie gehabt darauf reagiert hat die „große“ Politik auf Einsiedel: mit der obligatorischen Nazikeule, hier wie so oft das „Argument der Argumentationslosen“.
Erstaunlich dagegen das Engagement einzelner Kommunalpolitiker, welches man so keinesfalls erwartet hätte.
Und was wir alle seit September lesen, sehen und hören konnten: „Lügenpresse“ ist nicht irgendein nebulöses Vokabular der „Pegida“, es ist regelmäßig die Wahrheit [sic!].
Jeder konnte die falschen Zahlen von Freier Presse, MDR & Co. der erlebten Realität gegenüberstellen.
Wir dürfen versichern, dass dies auch 2016 so weitergeht. Und dass die Freie Presse weiter an Auflage verlieren, aber vom Weg der standardisierten Mainstream-Berichterstattung keinen Millimeter abweichen wird.

Und wir hoffen, dass auch 2016 alles friedlich bleibt in Einsiedel!

Bei den Demonstrationen, untereinander und wenn das Lager dann belegt ist!
Diese unsere Bitte geht an alle Akteure und wir wissen, dass wir diesen Wunsch mit den allermeisten teilen!

In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern einen „Guten Rutsch“ in das neue Jahr!


Wir danken allen, die Fotos und Daten bereitgestellt haben!
Und freilich sind wir auch zukünftig auf Zuarbeit angewiesen und freuen uns über diese!
 


Straßenschild Dittersdorfer Weg Einsiedel

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