Dittersdorfer Weg 25 – November 2015

Einsiedel: Die Altenhainer Allee in Höhe Talsperrenmauer. „NEIN ZUM HEIM“ liest man nicht nur auf den unzähligen Bannern im Ort. (Foto vom 8. November 2015; Ingobert Rost)

 

Zaun am Lager fertig gestellt

1. November 2015

(Fast) nichts Neues am Lager. Der Zaun ist mittlerweile rundherum fertiggestellt. Die Klappliegen, die am 24. Oktober außerhalb der Gebäude eingelagert waren, liegen noch an Ort und Stelle. Einzig der touristische Zustrom zu Fuß und mit Fahrzeugen hat an diesem wettertechnisch tadellosen 1. November eine neue Dimension erreicht…

2. November 2015

Der Online-Artikel der Freien Presse vom 30. Oktober: „Einsiedel: Heimgegner müssen ‚Info-Stand‘ räumen“ erschien heute erwartungsgemäß auch noch einmal in der gedruckten Ausgabe. Er war etwas modifiziert, der „Kontroll-Posten-Passus“ blieb erhalten.

3. November 2015

Heute war eine reguläre Sitzung des Einsiedler Ortschaftsrates. Selbstverständlich kam auch hier die Thematik Erstaufnahme Einsiedel zur Sprache.
Eine Vielzahl von Meinungen wurde dazu geäußert, sei es zur Shuttlebusverbindung, sei es zur „Zeit danach“. Wir gehen hier bewusst nicht ins Detail, weil wie von jeder öffentlichen Sitzung eine Niederschrift angefertigt wird, die später nach Freigabe u. a. auch hier im Heimatwerk publiziert wird.

4. November 2015

In der Freien Presse finden wir heute unter „Was Räte zum Asylheim in Einsiedel sagen“ ein Meinungsbild des Stadtrates. Obwohl eingangs erklärt wird, dass es sich hier nur um Meinungsäußerungen der Fraktionen handelt, da die gesamte Angelegenheit zwischen dem Freistaat und dem Eigentümer der F+U ausgehandelt wurde, geben die Sätze …

Gleichwohl zeichnet sich innerhalb des Gremiums ein Stimmungsbild ab – und das zeigt, dass der Beschluss der Landesregierung im Chemnitzer Rat durchaus mehrheitsfähig gewesen wäre, wenn denn darüber abgestimmt worden wäre. Vor allem Rot-Rot-Grün steht bei dem Thema zusammen.

… vielen in Einsiedel zu denken. Zum Linksblock kommt noch die Fraktion Volkssolidarität/Piraten, sodass, wäre es eine städtische Angelegenheit geworden, hier in Einsiedel trotzdem ein solches Erstaufnahmelager entstanden wäre. Die zurzeit gerne in Chemnitz gebrauchte Argumentation „dezentral“ hätte sich in diesem Fall schnell in Luft aufgelöst.

Und während sich der Linksblock Fähnchen schwenkend mit bunten Luftballons hinter die Kanzlerin stellt, sind deren eigene Parteigenossen in der Chemnitzer CDU-Stadtratsfraktion incl. der kürzlich als Vasallen zur selbigen herübergewechselten FDP‑Mitglieder, wesentlich skeptischer. Vorgebracht werden die bekannten Argumente, die allerdings auch nichts in ihrer Aktualität eingebüßt haben.
Ähnliche Skepsis und ähnliche Bedenken trägt auch die AfD vor. Bei Pro Chemnitz dagegen heißt es klar: Nein!

Interessant: ein kurzes Pro und Contra von zwei Redakteuren. Die Pro-Redakteurin Jana Peters gibt den bekannten Einheitsbrei wieder. Sie schreibt u. a.: „Krankheiten können sich rasant ausbreiten“ und meint damit in bisherigen Einrichtungen und hier speziell den Adalbert-Stifter-Weg.
Also jemand muss der Frau mal sagen, dass sie die offiziellen Einwohnerversammlungen besuchen sollte, wo den hiesigen Bürgerschaften erklärt wird, dass das Krankheitspotential unter den Asylanten „nicht höher als der normale Durchschnitt ist“ und somit von den weit gereisten, abgehärteten und Smartphone-schwenkenden Asylanten keine gesundheitliche Gefahr ausgeht. Sagen jedenfalls die Vertreter des Freistaates.
Der Contra-Redakteur Swen Uhlig brachte hier indes einige Argumente vor allem bezüglich leer stehender, großer Immobilien im Chemnitzer Stadtzentrum, welche dem Freistaat gehören, ins Gespräch. Das waren neue Informationen und seinen Schlusssatz „Welch ein Irrweg.“ wollen wir gerne bestätigen.

Schweigemarsch in Einsiedel am 4.11.15

Am Abend gab es dann den mittwöchlichen Schweigemarsch, teilweise mit Kerzen und kleinen Laternen. Wir können berichten, dass sich die Teilnehmerzahl keineswegs verringert hat und sahen auch heute wieder viele Gäste aus den Umlandgemeinden und natürlich die vielen, vielen Einsiedler. Wir gehen von mindestens 2.000 Teilnehmern aus.

Vor Marschbeginn gab es wie immer eine Ansprache. Einerseits wurden die (unveränderten) Verhaltensregeln benannt, zum anderen wurden Hinweise öffentlich gemacht, dass unter Umständen ein SPD-Stadtrat als Miteigentümer des für das Lager vorgesehenen Caterers Co-Werk, sich Vorteile verschafft hat.
Dies wurde übrigens schon zur Bürgerversammlung am 29. Oktober im Gymnasium angesprochen und OB Ludwig versprach daraufhin, der Sache nachzugehen.

In den späten Abendstunden brachte die Freie Presse auf ihrer Website noch einen kurzen Nachrichtenschnipsel, in dem ebenfalls von 2.000 Teilnehmern am Schweigemarsch berichtet wurde.

5. November 2015

Heute finden wir in der Freien Presse unter „Asylheim Einsiedel: Erste Gedanken für die Zeit danach“ einen Artikel der Bezug auf die Ortschaftsratssitzung vom 3. November nimmt. Wir verweisen diesbezüglich auf die Niederschrift.
Viel interessanter ist jetzt im weiteren Verlauf des Artikels die Angabe der Teilnehmerzahl am Schweigemarsch des Vorabendes: 1.500. Nun sind doch der Freien Presse tatsächlich über Nacht 500 Leute abhandengekommen, von denen sie in den späten Stunden des 4. November noch berichtete. Vielleicht sind es die 500 Leser, die diese Zeitung Monat für Monat verliert und dies wird der Ausgleich (… die „Rache“) sein. Ist zwar kaufmännischer Unsinn, andererseits muss vieles, was heutzutage der „political correctness“ (politischen Korrektheit) dient, keinesfalls logisch erklärbar, sondern einfach nur der Sache dienlich sein!

6. November 2015

Das von der Landesdirektion bei der Bürgerversammlung unter dem 29. Oktober gegebene Versprechen bezüglich eines „Tag der offenen Tür“ in der „Notunterkunft“ genannten Erstaufnahmeeinrichtung wird nun offenbar am Nachmittag des 10. November eingelöst. Wir zitieren eine Pressemitteilung der Landesdirektion Sachsen (LDS):

[131/2015 – 06.11.2015]

Zentrale Ausländerbehörde des Freistaates Sachsen lädt die Bürger von Chemnitz-Einsiedel zur Besichtigung der Notunterkunft für Asylbewerber am Dittersdorfer Weg ein

Die Zentrale Ausländerbehörde des Freistaates Sachsen bereitet gegenwärtig das ehemalige Pionierferienlager „Palmiro Togliatti“ im Chemnitzer Stadtteil Einsiedel als Notunterkunft für Asylbewerber der Erstaufnahmeeinrichtung vor.
Einsiedler Bürger sind nun eingeladen, am 10. November 2015, in der Zeit von 16.00 bis 18.00 Uhr, einen Blick in die künftige Asylbewerberunterkunft zu werfen. Die Anwohner sollen vor der Inbetriebnahme der Einrichtung die Möglichkeit haben, sich ein eigenes Bild von dem Objekt und der geplanten Unterbringung der Asylbewerber zu machen.
Mitarbeiter der Landesdirektion Sachsen sowie des Deutschen Roten Kreuzes, das die Betreuung der Asylbewerber übernehmen wird, informieren über die Notunterkunft und beantworten Fragen.

Am 4. November ging bei H+G Einsiedel ein drittes Antwortschreiben bezüglich eines gleichlautenden Briefes des Vereins an Ministerpräsident Stanislaw Tillich und OB Barbara Ludwig ein. Die Antwort aus dem Sächsischen Innenministerium wurde vom Asylkoordinator Dirk Diedrichs unterschrieben und das Schreiben auf der H+G-Website publiziert.
Bezüglich der Briefe informierten wir bereits unter dem 23. Oktober. Nach wie vor steht ein Antwortschreiben der OB aus.

7. November 2015

Ein kleiner Schnipsel im Lokalteil der Freien Presse informiert heute, dass sich die Baugenehmigung verzögert, welche ja für diese Woche angekündigt war. Gründe wurden nicht genannt, wohl aber, dass diese „zeitnah“ erteilt werde.

8. November 2015

Ortsbilder vom Tage …

Ortseingangsschild übermalt.
Ob das jetzt das Wahre ist? Wohl nicht, aber ein wichtiges, zeitgeschichtliches Dokument: das „modifizierte“ Ortseingangschild aus Erfenschlag kommend.

Aber es gibt auch anderes zu erspähen…

9. November 2015

Die Stadt Chemnitz hat heute die Baugenehmigung für das Einsiedler Erstaufnahmelager erteilt. Die Nachricht sehen bzw. hören wir sowohl bei der Freien Presse als auch bei MDR 1 Radio Sachsen und Radio Chemnitz in den Nachmittagsstunden.

Screenshots vom 9. November nachmittags. Oben MDR 1 Radio Sachsen, rechts Radio Chemnitz.
Screenshots vom 9. November nachmittags. Oben MDR 1 Radio Sachsen, rechts Radio Chemnitz.
Screenshot 2015-11-09 16.47.43 ausschnitt

Unabhängig davon berichtet die Freie Presse auch, dass beim morgigen Besichtigungstermin im Lager nur die Einsiedler Bürgerschaft Zutritt erhält. Also werden hier wohl, ähnlich wie schon bei der Bürgerveranstaltung unter dem 29. Oktober, Kontrollen durchgeführt. Soll heißen: Zutrittsbegehrende müssen sich legitimieren.

Markus Ulbig
Markus Ulbig im Rathaus Einsiedel
Innenminister Markus Ulbig
Die EAE wird kommen!

Weiter können wir berichten, dass heute Sachsens Innenminister Markus Ulbig in Einsiedel zu Gast war. Daher das stattliche Polizeiaufgebot am frühen Nachmittag.
Schon beim Betreten des Rathauses bemerkt man eine etwas andere Atmosphäre. Gleich hinter der Rathaustür wartet ein Sicherheitsmitarbeiter mit schwarzem Mantel und Knopf im Ohr. Der Minister ist zum Zeitpunkt wohl noch nicht eingetroffen.


Die Unterredung von 75 Minuten Dauer fand dann pünktlich ab 14:00 Uhr in den Räumen der Geschichtsgruppe statt. Initiator war die CDU-Landtagsabgeordnete Ines Saborowski-Richter.
Neben dem Minister waren Burkhard Kurths, Vizepräsident der Landesdirektion, Mitglieder des Ortschaftsrates und der beiden Bürgerinitiativen sowie Mitarbeiter des DRK und einige Einzelpersonen vor Ort. Insgesamt 29 Leute.

Die Bürgerinitiativen hatten sich hervorragend auf das Treffen vorbereitet und einen Fragekatalog ausgearbeitet. Die sofort zu Beginn an den Minister herangetragene Bitte, mit ein, zwei Bürgern zum Lager hochzufahren und sich persönlich ein Bild zu machen, lehnte Ulbig aus Zeitmangel ab. Er kenne die Gegebenheiten aus „Google Maps“. Ansonsten wurde von verschiedenen Seiten zügig befragt und auch zum Großteil vom Minister geantwortet. Wer jetzt aber hören will, dass die Sache obsolet geworden sei, den können wir auf den Boden der Realität zurückholen: Die Erstaufnahme wird kommen! In Bälde!
Und so sind wir froh, dass wir nicht mehr in der Antike leben, wo die Überbringer schlechter Nachrichten sogleich mit dem Tode bedroht waren …

Allerdings sind doch gewisse Aussagen seitens des Ministers gemacht worden, die ein kleines Licht am Horizont erkennen lassen, z. B. eine zeitliche Beschränkung bis 2018.
(Wir haben uns  von dieser Veranstaltung viele Notizen und einige Fotos gemacht, die wir für nachfolgende Generationen archiviert haben.)

10. November 2015 

Auch bei der Freien Presse hat man den gestrigen Ministerbesuch in Einsiedel bemerkt. Und so lautet denn auch die größte Schlagzeile im heutigen Lokalteil: „Ulbig: Einsiedel keine Dauereinrichtung“.
Allzu viel konnte Redakteur Michael Müller seinen Lesern nicht mitteilen, da zum Treffen keine Presse geladen war. Er schreibt von der zeitlichen Befristung und der Höchstgrenze von 544 Personen und von Ulbigs Ausblick auf die mittelfristige Nutzung des Lagers als Schulungskomplex.
Vertreter der Bürgerinitiativen hat Müller am Vorabend nicht erreicht oder diese wollten nicht mit ihm sprechen. Warum wohl?
Nach einem Archivfoto des Ministers beginnt der zweite Teil des Artikels mit einem kurzen Bericht über die Baugenehmigung und einem Ausblick für den heutigen Nachmittag zum „Tag der offenen Tür“. Hier weist Müller nochmals darauf hin, dass der Zutritt gemäß Aussage Landesdirektion nur für Einsiedler wäre: „Damit müssten Bewohner anderer Stadtteile oder aus dem Nachbarort Amtsberg beim heutigen Besuchstag draußen bleiben.
Das war aber eine Latrinen-Parole (alle durften rein), wobei wir nicht unterstellen, dass Müller hier bewusst falsch informiert hätte. Es war sicher – wieder einmal – ein Übermittlungs- oder Auslegungsfehler und „Schuldiger“ war wohl die Landesdirektion.

Aber kommen wir nun zur „Hauptattraktion“ dieses 10. November 2015, der

Besichtigung der Notunterkunft für Asylbewerber am Dittersdorfer Weg

Zur Einleitung machen wir es uns heute mal ganz einfach:

Teletext MDR

Ja, liebe Freunde, viele, viele bekannte Gesichter haben wir heute oben im Lager gesehen. Ein großer Teil der Bürgerschaft (freilich mehr als die „gut 200“ oben erwähnten) hat die Gelegenheit genutzt, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Wir auch! Und in manchen Momenten ging der Blick recht tief, hinter die Kulissen der Kulissen sozusagen. Man entdeckt solches…

und solches:

Piktogramm Toilettenbenutzung Frauen
Piktogramm Toilettenbenutzung Männer

Die Piktogramme an den Toiletten lösten alles von Erheiterung bis Erstaunen aus und die Frage war, was für eine Art Toiletten an den Universitäten in Damaskus, Homs, Aleppo und Latakia wohl installiert seien. Wir gehen davon aus, dass die Fachkräfte von den einfachen europäischen Standards im Bäderbereich nicht unterfordert sind und diese schnell verinnerlichen und alsbald die vakanten Stellen in den deutschen Ingenieurbüros und Krankenhäusern besetzen.

Wir haben viele Fotos gemacht und möchten diese in der nachfolgenden, mit Begleittexten versehenen Galerie zeigen. Nicht alle Bilder sind von uns, einige wurden uns mit der Erlaubnis zur Veröffentlichung überlassen.
Dafür herzlichen Dank!

 

Nachbrenner: Unter dem 18. November brachte der MDR („Exakt“) noch einen über sieben Minuten langen Beitrag vom „Tag der offenen Tür“. (Ehemals eingebundenes Video anbieterseitig nicht mehr verfügbar.)

Wir erhalten viele E-Mails und Anrufe von ehemaligen Einsiedlern, die uns bestätigen, dass die Nachrichten über Einsiedel und aus Einsiedel verfolgt werden.
Und wir können mit Stolz verkünden, dass das Heimatwerk Einsiedel einen wichtigen Teil in der Berichterstattung für die „Ehemaligen“ darstellt – wir freuen uns sehr darüber!
Auch danken wir an dieser Stelle ausdrücklich allen, die uns persönlich immer wieder lobend auf unsere Seiten ansprechen. Das gibt uns Ansporn, ganz bestimmt sogar!
Stellvertretend für so viele Schreiben möchten wir an dieser Stelle eine Zuschrift des „Geist von Einsiedel“ publizieren. Der Grundtenor dort ist identisch mit so vielen Zusendungen, die wir in den vergangenen Wochen erhalten haben.

 

11. November 2015

BILD

Wie sicher ist das Asyl-Ferienlager?

Freie Presse

Erste Einblicke in Einsiedler Asylheim

Chemnitzer Morgenpost

Einsiedler kamen Asylheim gucken

… recht vielfältig waren die Presseberichte heute vom gestrigen „Tag der offenen Tür“ in der zukünftigen Erstaufnahme und ganz sicher berichteten auch noch weitere Medien.

Alle drei Blätter zitieren Peter Darmstadt, Abteilungsleiter Asyl und Ausländerrecht der Landesdirektion, mit dessen Aussage, dass vorwiegend Familien mit Kindern und Frauen hier in der Einrichtung untergebracht werden sollen. Auch DRK-Zugführer Tino Hofmann, welcher die Einsiedler Erstaufnahme zu Beginn leiten wird, und Hans-Dieter Sauer, Chef der F+U Unternehmensgruppe, werden erwähnt.
Von letzterem kann die Aussage, die die Freie Presse druckt, als hochinteressant gelten:

Doch dann habe ihn [Sauer] im Sommer eine Anfrage des Freistaats erreicht, der Liegenschaften zur Unterbringung von Asylbewerbern suchte …

Genau das Gegenteil wird im Schreiben der Landesdirektion (Innenministerium) an den Verein H+G Einsiedel behauptet:

Das Objekt wurde dem Freistaat vom Eigentümer als Mietobjekt angeboten.

Wer wird jetzt hier lügen? Eigentlich egal, fest steht: Der Belogene sind wir alle!

In zwei Randnotizen berichtet die Freie Presse auch von noch mehr Asylanten, die die Stadt aufzunehmen hätte und deshalb weitere Unterkünfte „plane“, soll heißen: sucht!

Laut Ludwig [OB] sei eine Ausschreibungsbedingung, dass sich die Immobilien nicht in einem Wohngebiet, nicht in Ebersdorf und auch nicht in Einsiedel befinden.

Die OB will, dass die Asylanten gleichmäßig über das Stadtgebiet verteilt werden.
Aufmerksamkeit erregte in Einsiedel die weiterhin bestehende Ablehnung der OB, dass Pendelbusse, die übrigens der Freistaat bezahlt, vom Lager direkt ins Stadtzentrum fahren oder wenigstens zur Straßenbahn-Endhaltestelle Altchemnitz. Ludwig meint, dass das Ziel Bahnhof Einsiedel ausreichend sei.
Wir denken und hoffen, dass hier noch nicht alle Messen gelesen sind und werden weiter berichten.

Demo 11.11.15 Aushang

Am Abend war dann der mittwöchliche Schweigemarsch, heute mit wesentlich mehr Kerzen und Laternen. Der Letzte in dieser Form!

Rosen für die Polizei
(Foto: Jan Keckstein)

Vor Beginn verteilten Kinder und Bürger an die anwesenden Polizeibeamten Rosen. Zeichen des Respekts und der Anerkennung für die über Wochen tadellose Zusammenarbeit. Bewegende Momente! Und schon beinahe logisch, dass FP-Reporter Michael Müller diese außergewöhnliche Geste am Folgetag mit keinem Wort erwähnt, seine Unfähigkeit bei Zahlenangaben aber wie so oft unter Beweis stellt. Die laut Müller ca. 1.500 Teilnehmer waren nach übereinstimmenden Zählungen vieler anderer 2.300!

Zwei Redner (der beiden Bürgerinitiativen) sprachen vor Marschbeginn zu den Teilnehmern und baten sie, nach Beendigung der Runde noch für einige Minuten zum Ausgangspunkt zu kommen.
Dort war noch einmal eine Leinwandpräsentation vorbereitet, die unter Einspielung des Titels „The Rose“ gezeigt wurde.
Im Anschluss daran gab es eine Gedenkminute für den am Vortag verstorbenen Altkanzler Helmut Schmidt.
Letztendlich schloss die Veranstaltung mit dem Hinweis, dass am nächsten Mittwoch (18. November) eine Kundgebung auf dem August-Bebel-Platz geplant ist. Schweigemärsche mit Treffpunkt Anton-Herrmann-Straße (wie bisher) scheint es nicht mehr zu geben. Wie wir erfahren haben, erlaubt die Stadt diesen Treffpunkt nicht mehr. Hier kann also jeder selbst etwas hineininterpretieren, wir denken aber, da liegen alle gleich …

Auch der „Kirchenkreis Asyl“ traf sich heute unter dem Dach der Kirchgemeinde Einsiedel in der Parentationshalle. Wie bereits berichtet, finden die Veranstaltungen seit Beginn der Schweigemärsche zeitgleich zu diesen statt. Die Teilnehmer, meist zehn bis 12 Frauen und Männer aus Berbisdorf und Einsiedel, bringen ihre Ängste zu Gott. Sie beten für Frieden in den Schweigemärschen, d. h. für deren friedlichen Verlauf, was, wie wir ja alle wissen, fortwährend gegeben war.
Der erste Punkt im Gebet war jedoch immer, dass Gott die Menschen schicken soll, die der Ort verkraften kann.
Und so hoffen wir wohl alle, egal ob geistlich oder weltlich, dass die seit Anfang der Woche von verschiedenen Seiten gemachten Angaben von Familien, Frauen und Kindern für die Einsiedler Einrichtung Bestand haben werden!

12. November 2015

Um 18:30 Uhr trafen sich in den Räumen der Geschichtsgruppe von H+G Einsiedel der gesamte Vorstand des Vereins, Mitglieder beider Bürgerinitiativen und einige Mitglieder des Ortschaftsrates, insgesamt elf Personen.
Besprochen wurde die in Bälde geplante Eröffnung eines „Bürgerbüros“. Wir setzen den Namen noch in Anführungszeichen, da die endgültige Bezeichnung zum Zeitpunkt noch offen ist. Vieles wurde in groben Zügen besprochen, vieles auch schon detaillierter.
Zeitnah werden dazu weitere Informationen folgen, nicht nur hier bei uns.
Wir dürfen versichern, dass das Geplante für die Einsiedler eine große Hilfe sein kann und viele ehrenamtlich Tätige einiges an Freizeit kosten wird.
Wir wollen an dieser Stelle nicht versäumen, den beiden Mädels, die, so scheint es, die treibenden Keile der beiden BIs sind, unsere Hochachtung und unseren Respekt auszusprechen! Ihr Enthusiasmus für die Sache, ihr Engagement, ihr nimmermüdes Ruhen sind ein Vorbild für so viele von uns! Und ganz bestimmt nicht nur in Einsiedel!

13. November 2015

Wir arbeiten uns vor!

Warten auf Einlass: Bürger und Journalisten am 10.11.15 zum „Tag der offenen Tür“ vor der Einrichtung
Warten auf Einlass:
Bürger und Journalisten am 10.11.15 zum „Tag der offenen Tür“ vor der Einrichtung

Nun, jedenfalls bei der Freien Presse. Der Artikel heute „Die Wut von Einsiedel“ brachte es bereits auf die Seite 3 und war groß aufgemacht. Und: Er war objektiv gehalten! Was im Umkehrschluss Michael Müller als Redakteur ausschließt.

Der Bericht unter der Rubrik „Zeitgeschehen“ war keine reine Abhandlung eines Vortagsereignisses, sondern ging etwas weiter zurück.
Redakteur Oliver Hach, den uns die Vorsehung zufällig bei einem Interview mit Ortsvorsteher Falk Ulbrich unter dem 10. November vor dem Lager ins Bild gestellt hat (rechts), hat umfassend recherchiert und versucht, die Ereignisse der letzten Zeit und freilich auch des 10. Novembers darzustellen, ohne die Moralkeule über seinen Lesern zu schwingen.
Anfangs berichtet er in zwei Absätzen vom Info-Stand. Dann gibt es einen kurzen geschichtlichen Rückblick auf das ganze Gelände und wir glauben, dass Hach sich da im Heimatwerk Einsiedel informiert hat. Das würde uns natürlich freuen! Wer auch noch mal schauen will: Dittersdorfer Weg 25 1916 bis 2014.
Dann spannt der Redakteur einen Bogen zum „Tag der offenen Tür“ am 10. November, lässt DRK-Mitarbeiter, Ortvorsteher, Mitarbeiter der Landesdirektion sowie Besucher der Einrichtung, die z. T. der Bürgerinitiative angehören, zu Wort kommen oder zitiert diese.
Fazit: Wer nicht in Einsiedel wohnt und damit die Ereignisse täglich mitbekommt, erhält durch Oliver Hachs Artikel einen recht passablen Eindruck vom Ort in der letzten Zeit.
Durchlesen lohnt: http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/Die-Wut-von-Einsiedel-artikel9354622.php

Platzhirsch im Lokalteil der Freien Presse ist Einsiedel nun schon seit Oktober. Heute nun ein Artikel, wie wir ihn eigentlich in Wochenmagazinen lesen. Nun ja, vielleicht schafft es Einsiedel einmal auf die Titelseite.

Polizei: Kein Grund für Ermittlungen in Einsiedel

In diesem zweiten, viel kürzeren FP-Artikel im Lokalteil ärgert sich Redakteur Michael Müller, dass die Polizei nun schon wieder keinen Grund für Ermittlungen hat und bezieht sich auf das Aufsperren zusätzlicher Häuser und Räume im Lager zum „Tag der offenen Tür“ durch Mitarbeiter der Landesdirektion.
Mit „schon wieder“ nimmt er Bezug auf den „No-pasarán-Tag“ unter dem 5. Oktober, als halb Einsiedel einem defekten Lkw auf der Anton-Herrmann-Straße zu Hilfe eilte und auch hier die Polizei keinen Grund zur Aufnahme von Ermittlungen sah.

Nachbrenner:
Unter dem 14. November erreichte uns noch eine Leserzuschrift per E-Mail zu Müllers Artikel, die wir nicht vorenthalten wollen:

Ich hätte noch eine kleine Anmerkung zum Artikel „Polizei: Kein Grund für Ermittlungen in Einsiedel.
Speziell die Wortwahl von Michael Müller ist da sehr eindrücklich.
[Zitat]
… von Gegnern … bedrängt worden sein soll.
[Zitat Ende]
Was soll das „sein soll“ denn heißen? Weiß man bei der FP nun was davon oder ist man wieder einmal Gerüchten aufgesessen? Im Artikel einen Tag zuvor schreibt der gleiche Redakteur noch von Nötigung.
[Zitat]
„Um die Bedrohungssituation zu deeskalieren, habe er sich entschlossen, …
[Zitat Ende]
Weshalb gerade dieser Halbsatz in Anführungsstrichen? Wenn es wörtliche Rede wäre, müsste diese ja auch den Rest des Satzes umfassen. Andererseits: Wo sind wir hingekommen, wenn berechtigte Fragen von Bürgern dieses Landes, welche tagtäglich mit ihrer Arbeit zum Funktionieren unserer Gesellschaft beitragen, als Bedrohungssituation empfunden werden?
Irgendwie habe ich den Eindruck dass Herr Müller von einem seiner Vorgesetzten „geupdatet worden ist, und er sich gemüßigt fühlt, etwas zurückzurudern. Speziell bei genanntem Redakteur bekomme ich nach jedem seiner Beiträge immer mehr das Gefühl, dass er das Niveau seiner Zeitung in Richtung des Druckerzeugnisses mit den 4 großen Buchstaben bewegen will. Ich habe erhebliche Zweifel, ob wir am Dienstagabend an der gleichen Veranstaltung teilgenommen haben. Ich war jedenfalls in Einsiedel. Wo war Herr Müller?

14. November 2015

Bereits seit einigen Tagen angekündigt, verlegte heute der Infostand von der Anton-Herrmann-Straße 4 in das Grundstück Talsperrengrund 23 Ecke Altenhainer Allee.
Wir waren zweimal vor Ort und können auch hier wieder von ungebrochenem Willen, beispiellosem Teamgeist und der felsenfesten Meinung, das Richtige für Einsiedel zu tun, berichten. Nachfolgend einige Bilder vom Umzug in den Nachmittagsstunden.

Aber an diesem trüben Novembertag führte uns der Weg auch wieder einmal hoch ins Lager. Änderungen finden wir am Zaun, und zwar an den beiden Waldseiten (an der Straßen- und der Feldseite gab es keine Ergänzungen). Die angeschweißten Winkel lassen erkennen, dass hier ganz sicher noch zwei, drei Lagen Stacheldraht gespannt werden.

Im Lager selbst und am unmittelbaren Zaunrand wurden Bäume gefällt. Wie wir aus anderer Quelle erfahren, war es tatsächlich geplant, den Wald auf 30 Meter zu fällen, um den Brandschutzabstand einzuhalten. Hierfür gab es jedoch (bisher) keine Genehmigung von der zuständigen Forstbehörde.

Weiter wurde uns berichtet, dass der Feldweg ganz am Ende des Fischzuchtgrundes in südöstlicher Richtung (auf Dittersdorfer Flur) wieder breiter geworden ist. Jahrelang wurde durch den Landwirt dort das Feld zulasten des Weges vergrößert, sodass man gerade noch so mit dem Moped durchkam. Jetzt kam der Pflug nicht mehr so weit rüber. Auch der Forst hat das Niederholz, meist durch Anflug in den Weg gewachsen, so weit entfernt, dass nun wieder zweispurige Fahrzeuge hier passieren können. Und zwar, wenn etwas passiert und man eine weitere Zufahrt zum Lager benötigt.
Folgender Hinweis scheint uns noch wichtig: Für Busse nicht passierbar!

WLAN-Empfang aus der F+U

Schlussendlich wollen wir noch einmal die Freie Presse vom 11. November anführen, in der der Eigentümer Hans-Dieter Sauer mit der Aussage „dass noch ein Mast zur Verbesserung der Internet-Versorgung installiert werde“ zitiert wird.
Nun, am 14. November senden schon zwei WLAN-Netze aus der F+U heraus. Beide gesichert und am Weg in Höhe Turnhalle bissel schmal auf der Brust, aber immerhin empfangbar.

15. November 2015

Auf der Website von H+G Einsiedel wurde heute ein Schreiben der Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig an den Verein veröffentlicht. Der Brief ist eine Antwort auf zwei gleichlautende Schreiben von H+G an Ministerpräsident Tillich und die OB. Sämtliche Schriftstücke dazu wurden publiziert.

16. November 2015

Die Bürgerinitiativen „Einsiedel sagt NEIN zur EAE“ und „Gemeinsam für Einsiedel“ planen, die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Details sollen auf der Demonstration am 18. November bekannt gegeben werden.

17. November 2017

Aus der von uns (keinesfalls abschätzig) „Kirchenkreis Asyl“ genannten Gemeinschaft formiert sich die „Flüchtlingshilfe Einsiedel“. An einem Treffen am heutigen Tage im Einsiedler Rathaus sollen um die 70 Personen teilgenommen haben.
Ziel ist die Koordination der Aktivitäten für die nächsten Jahre. Wie wir erfahren, sind vier bis fünf Ressorts entstanden: Kleiderkammer, Handarbeit und Kinderbeschäftigung, Deutsche Sprache, Sport und Musik. Letzteres auch Kindermusik, z. B. das Erlernen einfacher deutscher Kinderlieder.

18. November 2015

Es ist wieder Mittwoch und wie schon seit Wochen – nun, nennen wir es ruhig Tradition – ist für 7 Uhr abends ein Schweigemarsch angemeldet. Unruhig scharrt der Reporter der Freien Presse mit den Hufen. Gibt es heute nun endlich etwas zu vermelden, was den stereotypen Berichterstattern des Mainstream in die Karten spielt? Ja, heute ist es so weit!
Denn gleich vier Redner sprechen heute vor mindestens 2.000 Menschen am neuen Treffpunkt August-Bebel-Platz.
Wir berichteten bereits unter dem 16. November, dass die beiden Bürgerinitiativen ein Zusammengehen planen und einen Bürgerverein gründen wollen. Nun wurde dies auch noch einmal den Zuhörern verkündet und fleißig notiert sich FP-Redakteur Benjamin Lummer Gehörtes aus erster Hand, um am nächsten Tag den seit letztem Monat wieder weniger gewordenen Abonnenten seines Blattes einige Informationen über den rebellischsten Chemnitzer Stadtteil bieten zu können.
Vor dem Hintergrund der schrecklichen Terroranschläge in Paris vom letzten Freitag wächst selbstverständlich auch die Angst hier im Ort. Die Nachrichten verkünden es allenthalben: Niemand weiß, wer im Zuge der Trecks, die sich aus Asien nach Deutschland bewegen, mitschwimmt. Welches Potenzial der IS hat, zeigen die Anschläge deutlich und so ist es für den gesunden Menschenverstand, nicht aber für die im Gleichschritt schreitenden Mainstream-Journalisten, allzu deutlich, dass bei vielen (jedoch keinesfalls allen!) hier in Einsiedel die Aufnahmebereitschaft für Asylanten auf null gesunken ist.

Dann setzt sich der Schweigemarsch in Bewegung, die Einsiedler Neue Straße hinab, über die (alte) Hauptstraße und die Neue Straße zurück zum Ausgangspunkt. Benjamin Lummer hat noch nicht Feierabend. Er wird in Höhe Einsiedler Hauptstraße 104 noch ein verwackeltes Foto schießen, welches die Freie Presse am 20. November dann drucken wird.

19. November 2015

In den späten Abendstunden des Vortages und heute in der Druckausgabe bringt die Freie Presse mit …

Einsiedler lehnen nun Flüchtlinge generell ab

… Benjamin Lummers Berichterstattung von der gestrigen Kundgebung mit Schweigemarsch.
Man muss hier aber der Fairness halber zugeben, dass außer der marktschreierischen Überschrift im (nicht allzu langen) Artikel die Aussagen vom Vortag so wiedergegeben sind, wie sie auch gesagt wurden. Freilich wurden hier die Passagen herausgepickt, die Einsiedel nicht im schönsten Licht widerspiegeln, aber Lummer verzichtet auf hetzerische Kommentare. Vielleicht hat auch der Platz nicht gereicht, wer weiß …
Dass die Angabe der Teilnehmerzahl (1.000) eine Lüge war, bedarf eigentlich keiner Erwähnung. Wer erwartet bei einer Veranstaltung von „Asylgegnern“ eine wahrheitsgemäße Angabe in der Freien Presse? Selbstverständlich keiner!

20. November 2015

Also wer glaubt, mit Lummers gestrigen Artikel wäre die Kundgebung vom Mittwoch abgehandelt, der irrt.

Soll unter dem Dach des Rathauses ein Anlaufpunkt bei Problemen im Ort entstehen – oder ein Treff für fremdenfeindliche Gruppen und deren Anhänger?

… fragt unheilschwanger der mittlerweile im Einsiedel ob seiner Drei-S-Berichterstattung (subjektiv/spekulativ/selektiv) recht „beliebte“ FP-Reporter Michael Müller. Bevor hier die Sache mit der geplanten Erstaufnahme im Ort und dem sich daraus entwickelnden Widerstand in die Medien kam, ließ sich der Bekanntheitsgrad von Müller in Einsiedel allenfalls in Promille angeben. Außer dem Ortschaftsratsvorsitzenden kannte ihn wohl kaum einer namentlich, einige Mitglieder des Ortschaftsrates (zu dessen Sitzungen er manchmal erscheint) konnten ihn wenigstens vom Ansehen her der Freien Presse zuordnen.
Heute erkennt man eigentlich schon am Artikel, wer diesen geschrieben hat. Trotzdem stellen nicht nur wir fest, dass die Redakteurs-Angabe, die früher eigentlich keinen interessiert hat, eine feine Sache ist, da gerade Müller Vorurteile immer wieder zu bestätigen weiß.
Auch in Müllers heutigem Erguss „Wirbel um Bürgerbüro-Pläne von Einsiedler Asylgegnern“ lässt sich herauslesen, dass er wieder einmal Informationen verarbeitet, die er bestenfalls aus zweiter Hand oder – das scheint seine Hauptinformationsquelle zu sein – Facebook hat.
Eine negative Aussage einer „Protestlerin der ersten Stunde“ nimmt er genüsslich zur Kenntnis, in der Hoffnung, dass derartige Meinungsverschiedenheiten, die wohl immer wieder einmal vorkommen, zum totalen Bruch führen:

Die viel beschworene Einigkeit im Ort zeigt jedenfalls längst Risse.

Dann berichte Müller, dass sich „mittlerweile“ ein Unterstützungsverein für Flüchtlinge formiert habe. Das Heimatwerk berichtet seit Wochen davon. Und zwar objektiv, ohne jede Polemik. Ja, Herr Müller, das unterscheidet uns!
Auch berichtet Michael Müller von einem „überraschten Mitglied des Ortschaftsrates“, das am Vortage von den Bürgerbüroplänen erfahren haben will. Da kein Name genannt wurde, hat sich das Mitglied die Namensnennung verbeten. Trotzdem wird die Wahl hier ganz eng. Allzu viele kann Müller in Einsiedel auch nicht interviewen. Außer dem Ortschaftsratsvorsitzenden Falk Ulbrich, für den es sich natürlich gehört, mit der Presse zu reden, lassen sich wohl weitere Gesprächspartner an zwei Händen abzählen. Viele verweigern Müller ein Interview oder auch nur einige Aussagen.
Nun gut, lassen wir das. Der Artikel begann schlecht und zwar mit dem verschwommenen Foto von Benjamin Lummer (wir berichteten), und endet noch schlechter mit einem Kommentar von Michael Müller, für den ihn aber sicher sein Vorgesetzter über den Kopf gestreichelt und ein „Gut gemacht“ gehaucht hat.

21. November 2015

Schreck lass nach, heute schon wieder ein Artikel von Michael Müller! Und auch noch ein Interview, das ihm der CDU-Ortsverbandschef Grüna-Mittelbach Nico Köhler gegeben hat. Versuchen wir es kurz zu machen, denn diese Seite soll sich eigentlich mit dem Objekt Dittersdorfer Weg 25 befassen. Aber ganz umhin kommen wir nicht, indirekt trifft es schon zu.

Der Artikel befasst sich mit dem Umgang von „Asylkritikern und Asylgegnern“ in der Chemnitzer CDU. Eigentlich ist nur eine Aussage interessant: „Wir sind uns einig, dass zu große Nähe nicht geht.“ Laut Müller stammt diese Ausführung von Frank Heinrich (CDU), der für den Chemnitzer Wahlkreis als Direktkandidat im Bundestag sitzt und den CDU-Umgang mit den Einsiedler Bürgern meint.
Das Interview mit Nico Köhler ist recht interessant. Köhler hat garantiert vorher gegengelesen und erst dann die Freigabe erteilt. Wir regen an, das Gespräch („Man kennt sich von früher“) durchzulesen, es lohnt sich.
Überhaupt ist uns Köhler schon länger aufgefallen. Wir haben zwar noch kein Wort mit ihm gewechselt, sehen ihn aber am Infostand oder bei den Schweigemärschen und kommen nicht umhin, sein Engagement in Sachen Asylkritik zu loben. Er ist ganz sicher nicht das einzige CDU-Mitglied, welches sich derartig engagiert, aber einer von wenigen, die permanent Zweifel am derzeitigen Kanzlerinnenkurs äußern und nicht nur die „leichten Bedenken“ haben, die man sonst von weit höhergestellten CDU-Parteigenossen hört. Und er ist ganz bestimmt kein Umfaller à la Seehofer!

In einem weiteren Artikel auf der Sportseite, der sich mit der neuen Vorsitzenden und in Bälde anstehenden kostspieligen Reparaturen im Einsiedler Skiverein befasst, wird am Ende auch noch einmal das Thema „Flüchtlinge“ angeschnitten. Der Verein, der sich diesbezüglich „bei Diskussionen politisch neutral verhalten will“, äußert Bedenken, ob Wintersport zur Integration von Flüchtlingen geeignet sei, da diese zum Teil gar keinen Schnee kennen.

22. November 2015

Fakten zum Info-Stand
Fakten zum Info-Stand

Die Chemnitzer Feuerwehr hat heute in den Mittagsstunden einen Einsatz zum und am Lager durchgeführt. Es handelte sich um keine Übung, sondern um einen Fehlalarm.
Es war Gasgeruch, welcher einen Löschzug der Chemnitzer Berufsfeuerwehr und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Einsiedel zur künftigen Erstaufnahme eilen ließ. Letztendlich konnte kein Gasaustritt festgestellt werden, dafür jedoch einige nicht ganz so professionelle Abläufe zwischen Feuerwehr und Polizei.
Und dass der Leiterwagen nicht durchs Haupttor passt, wurde anlässlich dieses Fehlalarms auch erkannt.

Berlin und Dresden:
Aktivisten des Info-Standes haben heute den Protest in die Bundes- und Landeshauptstadt getragen.

24. November 2015

Mit über einem Tag Verspätung erfährt heute der „Nicht-Einsiedler“, dass es bereits am Sonntag den Fehlalarm im Lager gegeben hat.
Der arme Redakteur Michael Müller kann sich einen Großteil seiner Informationen zu Ereignissen in Einsiedel wohl nur noch aus Facebook holen, nicht mal der Einsiedler Wehrleiter spricht mit ihm. Warum wohl?

25. November 2015

Lagerbelegung am 26. November?

Seit Anfang der Woche verdichten sich die Informationen, dass das Lager am 26. November tagsüber belegt werden soll.
Wie wir aus mehreren unterschiedlichen Quellen erfahren haben, soll dies durch Bereitschaftspolizei, die nicht in Chemnitz stationiert ist, abgesichert werden.
Über die Höhe der Einsatzkräfte der Polizei gibt es keine Zahl, wohl aber ein passendes Adjektiv: gigantisch!
Ein weiterer Hinweis für einen Bezug ist die Einplanung des Pendelbusses zwischen Lager und Einsiedler Bahnhof/Rathaus ab Freitag, 27. November.
In den Nachmittagsstunden des heutigen Tages wurden dann wieder gegenteilige Angaben gemacht, d.h. dass die Erstbelegung an einem anderen Tag erfolgen soll. Nun, wir werden es bald erfahren…

Von Ablauf her ganz anders war der mittwöchliche Schweigemarsch, dem auch heute wieder Unzählige gefolgt sind. Start war wie bereits in der Vorwoche am August-Bebel-Platz. Hier lief man die Einsiedler Neue Straße Richtung Brauhaus, bog rechts auf die Einsiedler Hauptstraße ab und etwa 30 Minuten später war das Ziel erreicht: das Einsiedler Rathaus.

Allerdings war nun noch lange nicht Schluss, denn die Redebeiträge vor der ansprechenden Kulisse dieses weit über 100 Jahre alten Gebäudes gaben der Veranstaltung einen festlichen Rahmen. Jahrzehntelang wurden von hier die Geschicke des Ortes geleitet. Was hat dieses Haus seit der Kaiserzeit bis heute schon alles erlebt – warum also nicht auch mal eine Veranstaltung gegen eine Erstaufnahme im Ort, die augenscheinlich von so vielen unterstützt wird.

Das Einsiedler Rathaus, davor eine Demo gegen die geplante EAE am 25.11.15

Eine Rednerin und zwei Redner nahmen Stellung zu den Ereignissen der letzten Woche. Großen Raum nahm die Berichterstattung der Freien Presse ein (laute Zwischenrufe: „Lügenpresse, Lügenpresse!“). Wir gehen hier nicht ins Detail, da wir uns schon so oft mit deren Artikeln, meist von Premium-Redakteur Michael Müller, auseinandergesetzt haben. Nur eines: Die vorgebrachten Gegebenheiten hätten auch wir nicht eleganter formulieren können.

Ein weiterer Punkt waren natürlich ebenso die Gerüchte bezüglich der Belegung am nächsten Tag, wo aber ebenfalls keine finale Aussage gemacht werden konnte.
Auch wenn es in den Redebeiträgen nicht gesagt wurde, so schien es uns bei vielen Zuhörern so, als hätten diese sich schon mit bunten Fähnchen, Luftballons und kleinen Schildern in englischer Sprache auf den morgigen Donnerstag vorbereitet. Auch tagsüber …

Daneben wurde eine Legionellen-Infektion des Trinkwassers im Lager angesprochen. Auch wir hörten unter der Woche schon davon, bestätigt wurde dies behördlicherseits selbstredend nicht. Was dem Wahrheitsgehalt freilich keinen Abbruch tut.

Weiterhin wurde noch einmal der Wunsch betont, ein Bürgerbüro als Ansprechstelle bei Problemen für die Einsiedler hier im Rathaus einzurichten. Eine mehr als legitime Forderung, so scheint es uns, auch unter dem Standpunkt, dass die „Flüchtlingshilfe Einsiedel“ hier wohl ebenso im Rathaus ihren Treffpunkt einrichten möchte.

Noch die kurze Presseschau von heute morgen:
In der Freien Presse finden wir unter „Einsiedel pocht auf extra Bus-Linie“ einen klassischen Lückenfüller. Der Beitrag nimmt Bezug auf die Ortschaftsratssitzung unter dem 3. November, also vor über drei Wochen. Wäre kein Platz im Lokalteil gewesen, wäre der Artikel nicht erschienen. Ergänzend dazu verweisen wir auf die Niederschrift zur Sitzung (ab Seite 4).

26. November 2015

Die Busse mit der Erstbelegung, die für heute „angekündigt“ waren, kamen nicht! Schon gestern wurde die Sache im Laufe des Nachmittags unklar und auch heute war die Situation ein wenig wirr. Jeder hatte etwas anderes gehört, gesehen oder gelesen. Der Info-Stand war auch tagsüber verhältnismäßig stark besetzt.

Letztendlich ist der Grund für die heutige Nichtbelegung einerseits in „technischen Problemen mit der Wasserversorgung“ im Lager selbst zu suchen, andererseits in der Nichterfüllung von Auflagen des Brandschutzes im Zuge der Baugenehmigung.

Bis Ende der ersten Dezemberdekade soll die Erstbelegung erfolgen. Aufgrund der politischen Situation in Einsiedel plant die Polizei eine Durchführung ähnlich wie bei einem Castortransport, also in der Mitte der Bus, umgeben von einem „Polizei-Kokon“.

Nachtrag am 2. Dezember:
Nachdem der Ortschaftsratsvorsitzende Falk Ulbrich ein internes Treffen in der Ortschaftsratssitzung vom 1. Dezember öffentlich machte, haben wir unsererseits nun den folgenden kurzen Rapport für den 26. November ergänzt:
17:30 Uhr traf sich der Ortschaftsrat intern mit Peter Darmstadt, Abteilungsleiter Asyl und Ausländerrecht der Landesdirektion. Die Unterredung ging bis etwa 19:00 Uhr und umfasste das Sicherheitskonzept, allerdings nur am Rande. Darmstadt betonte noch einmal, mindestens für die Erstbelegung, nach seinem Willen aber auch ständig, hier hauptsächlich Familien unterzubringen. Das gäbe es sonst nur noch in Grillenburg am Tharandter Wald und dort ist es der geringen Einwohnerzahl geschuldet, hier in Einsiedel der Lage und Ausstattung des Objektes.
Darmstädter betonte auch, dass sich die Zusammensetzung der Asylbewerber geändert habe. Der Anteil der Familien liege bei mindestens 50 %, die Hauptherkunftsstaaten seien Syrien, Irak und Afghanistan. Im Frühjahr waren es noch Marokko, Tunesien und der Westbalkan.
Darmstadt versprach, sich noch einmal für den Bus bis Altchemnitz einzusetzen. Ansonsten war viel von Registrierung und Gesundheitsprüfung gesprochen worden, vor allem von der Erklärung der Abläufe.

27. November 2015

Bei der „Bürgerinitiative gemeinsam für Einsiedel“ erfahren wir heute, dass diese bereits unter dem 21. November eine vermutete Legionellenverseuchung beim Gesundheitsamt der Stadt Chemnitz angezeigt hat. In der Antwort vom 23. November wurde dann mitgeteilt, dass es keine anzeigepflichtigen Legionellen-Befunde gäbe, was auch stimmte.
Allerdings führen sogenannte „coliforme Keime“ zum Aussetzen der für gestern geplanten Erstbelegung.
So gut wie alle Häuser und auch das Gebäude Dittersdorfer Weg 27 (Eigentumswohnungen) sollen betroffen sein.
Die Beseitigung dieser gesundheitsgefährdenden Mängel soll in kurzer Zeit erfolgen. Leitungen müssen gespült und einer der Hochbehälter gereinigt und desinfiziert werden.

Aus anderer Quelle erfahren wir, dass die Baugenehmigung unabhängig vom Gesundheitsamt noch bauliche Mängel im Bereich Brandschutz festgestellt hat. Hier wurden mehrere Auflagen, die im Zuge der Baugenehmigung gemacht wurden, noch nicht erfüllt.

Fazit:
Auf die Mängel im Brandschutz und der Trinkwasserversorgung wurde in den vergangenen Monaten unzählige Male hingewiesen. Von den „Asylbefürwortern“ wurde das dann grundsätzlich als Hinhaltetaktik ausgelegt. Oder Hetze. Und natürlich als Nazipropaganda!
Jetzt stellt sich aber die Frage: Schützen in Einsiedel „Asylkritiker und –gegner“ das Leben und die Gesundheit von Asylbewerbern?
Und bevor jetzt wieder dicke Backen gemacht werden … einfach mal abends im stillen Kämmerlein in Ruhe darüber nachdenken!

Von den Abendstunden dieses 27. November gab es dann noch etwas zu berichten, was glücklicherweise harmlos verlief, aber einen ernsten Hintergrund hatte.
Ab etwa 21:30 Uhr wurden in Einsiedel mehrere Polizeifahrzeuge an ganz unterschiedlichen Stellen stationiert. Und selbstredend setzte sich sofort eine „Alarmkette“ in Gang. Für die, die nicht in diesen Nachrichtengruppen sind, war das ebenfalls kein Problem, denn derartige Vorgänge zu später Stunde fallen freilich auch so auf.

 

28. November 2015

Den ausgesprochen sachbezogenen Artikel „Asylheim in Einsiedel: Trinkwasser verseucht“ liefert heute Michael Müller von der Freien Presse.
Ordentlich listet er die Probleme mit dem Trinkwasser und dem Brandschutz auf. Der Bericht gibt wichtige Informationen wieder und wessen hauptsächliche Nachrichtenquelle die FP ist, der wurde heute über Einsiedel gut und sachlich unterrichtet.
Aber falls sich jetzt einer fragt: Hat Michael Müller Läuterung erfahren? Ganz sicher nicht!

29. November 2015

Ein sonntäglicher Lagerrundgang offenbart zwei Dinge:

Zum Schutz der zukünftigen Lagerbewohner gegen Eichhörnchen (davon zur Hälfte braune!) wurde der Stacheldraht ringsherum dreilagig mit Krümmung nach außen eingezogen. Was in der heute gerne gescholtenen DDR-Zeit ein einfacher Maschendrahtzaun tat, wird im „freiesten Rechtsstaat, der je auf deutschem Boden existierte“, der Realität und den Umständen nicht mehr gerecht.

Aber wir haben auch gute Nachrichten – nicht alle Einsiedler sind schlecht! Zumindest die Bewohner des Hauses Dittersdorfer Weg 27 (fünf Eigentumswohnungen) wurden als zuverlässig eingestuft. Im Zaunbereich 25–27 wurde auf Stacheldraht verzichtet.

Asyl-Erstaufnahmelager Chemnitz Einsiedel am 29.11.15
Wirkt vorbereitet: Das Lager mit Haupteingang am 29. November 2025
Gesegneter 1. Advent

Wir wollen heute schließen mit der historischen Adventskarte von 1931. Diese soll uns unsere Wurzeln in dieser globalisierten Welt ins Gedächtnis rufen und sie soll unsere Leser an den eigentlichen Zweck des Heimatwerkes erinnern: der Dokumentation der Geschichte von Einsiedel im Laufe von so vielen Jahrhunderten, seiner Straßen, seiner Häuser und der vielen anderen Dinge, die das Leben hier im Ort so einmalig mach(t)en.

Zu diesem „Dittersdorfer-Weg-25-Blog“ sind wir gekommen wie die Jungfrau zum Kinde.
Aber wir denken, dass wir die Aufzeichnung nicht nur unserer Generation schuldig sind, sondern auch den Interessierten in einhundert Jahren, wie auch immer diese aussehen mögen, welcher Abstammung sie auch immer sind.

30. November 2015

Weder vom Klerus verkündet, noch wissenschaftlich erwiesen … die Süddeutsche Zeitung hat´s trotzdem herausgefunden:

Apokalypse – der Weltuntergang beginnt in Einsiedel!

Für 2,50 EUR im Einzelverkauf erhält der Leser in München und Umgebung ein Machwerk der jungen Ex-Freie-Presse- und nun offenbar Süddeutsche-Reporterin Ulrike Nimz. Ob sie wegen ihrer naturwissenschaftlichen oder hellseherischen Fähigkeiten von Chemnitz nach München gelobt wurde, bleibt spekulativ.
Aber zur Sache: In der Süddeutschen Zeitung finden wir heute unter:

Apokalypse
Einsiedel in Sachsen: Wie man das halbe Dorf für einen Schweigemarsch auf die Straße bekommt? Man muss nur eine Erstaufnahme von Flüchtlingen planen. Ein Ortsbesuch.

… einen der typischen westdeutschen Mainstreamartikel. Obwohl es uns zuwiderläuft, im Jahre 25 der deutschen Einheit zwischen Ost und West zu unterscheiden, zwingt der Beitrag regelrecht dazu.
Folgender Verbesserungsvorschlag:
Überschrift kürzer, und zwar so: „In China ist ein Sack Reis umgefallen“.
Da weiß dann der Leser doch gleich, dass ihn Neues und Spannendes erwartet … und blättert weiter.
Es gilt als selbstverständlich, dass Einsiedel im Beitrag die gewohnten negativen Schlagzeilen bekommt, freilich schön in Schachtelsätze mit etwas Sarkasmus verpackt. Wir erinnern hier an den Zeit-Artikel vom 17. Oktober (wir berichteten). Die Formulierungen sind etwas anders, der Tenor ist der gleiche. Herrschaftszeiten sind wir schlecht!

Süddeutsche-Redakteurin in Einsiedel
Apokalypse: Der Weltuntergang beginnt in Einsiedel!

Die Redakteurin Ulrike Nimz war zur Recherche mehrere Tage vor Ort. Die Vorsehung wollte es, dass sie uns in dieser Zeit gleich zweimal „vor die Linse gelaufen“ ist. Nebenstehend ein zufälliger Schnappschuss von ihr während der Demonstration vom 11. November. Wir können sie deshalb identifizieren, da sie auch bei uns im Hause wegen einer Interview-Anfrage vorstellig wurde. Wie immer haben wir abgelehnt! Und wie immer sagen wir im Nachgang: Gott sei Dank! Die Wahrscheinlichkeit, dass – oftmals sehr geschickt – die Aussagen bewusst zweideutig oder falsch wiedergegeben werden, liegt bei nahezu 100 Prozent!

So, genug für heute, wir müssen noch mal raus auf die Straße. Falls nämlich dann gleich die vier apokalyptischen Reiter Albrecht Dürers durchs Dorf galoppieren, wollen wir auf alle Fälle ein Foto schießen.
Sollte hier zeitnah kein solches Foto erscheinen, hätte Ulrike Nimz unrecht, mithin gelogen, mithin Lügenpresse …


Wir danken allen, die Fotos und Daten bereitgestellt haben!
Und freilich sind wir auch zukünftig auf Zuarbeit angewiesen und freuen uns über diese!


Straßenschild Dittersdorfer Weg Einsiedel

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