Asylbewerber und Immigranten: Das Erstaufnahmelager Chemnitz-Einsiedel

Damaskuser Straße

Seit etwa drei Wochen kehren Gerüchte immer wieder, dass der Dittersdorfer Weg in „Damaskuser Straße“ (oder „Damaskusser Straße“ oder „Damaskus-Straße“) umbenannt werden soll. Auf keinen Fall aber: „Straße nach Damaskus“.
Begründet wurde die von bisher nicht bekannten Initiatoren angestrebte Umbenennung mit dem Hinweis, dass der Stadtteil nun „ein Zeichen setzen“ und somit aus den „ewigen“ Negativ-Schlagzeilen herauskommen soll.
Im Übrigen gäbe es in der Stadt auch noch eine Dittersdorfer Straße, sodass heimatliche Bezüge nach wie vor gegeben wären.
Nachdem auch wir das anfangs als eine Latrinenparole abgetan hatten, scheint es nun so, dass der Vorgang bei der Stadtverwaltung bereits weit vorangeschritten ist. Auf der Stadtratssitzung am 13. April soll diesbezüglich beraten werden. Auch der Einsiedler Ortschaftsrat soll in der Frage gehört werden. Allerdings wäre das nur ein Placebo – bei Ablehnung dort kann später eine Stadtratsmehrheit die Angelegenheit locker überstimmen („Ober sticht Unter“).
Wie wir erfahren, soll eine eventuelle Umbenennung (die übrigens für den 1. Juni geplant ist) für die Anwohner des Dittersdorfer Weges mit so geringen Kosten wie möglich verbunden sein. Ausweise würden bis zum Ende ihrer Gültigkeit weiterlaufen und Fahrzeugpapiere und Ähnliches kostenlos umgeschrieben werden. Grundbücher würden von Amts wegen umgestellt, sodass sich für die wenigen Betroffenen der Handlungsbedarf in Grenzen hielte.
Wir treffen uns heute in den Abendstunden mit zwei Personen „aus der Stadt“ zum Gespräch und hoffen, spätestens morgen hier weitere Details veröffentlichen zu können.
2. April 2016
Wir kommen zurück auf die Straßenumbenennung von gestern. Nach gründlicher Recherche können wir nun verkünden, dass der Dittersdorfer Weg in „Straße des 1. April“ umbenannt wurde, das galt allerdings nur gestern …
Pressemitteilungen der Landesdirektion Sachsen (LDS)
[026/2016 – 04.04.2016]
Einwohnerversammlung zur Unterbringungseinrichtung für Asylbewerber in Chemnitz-Einsiedel
Die Zentrale Ausländerbehörde des Freistaates Sachsen lädt die Einwohnerinnen und Einwohner von Chemnitz-Einsiedel für den 2. Mai 2016, 18.00 Uhr, zu einer weiteren Versammlung zum Unterbringungsobjekt der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber ein. Einlassbeginn ist ab 17.00 Uhr. Die Veranstaltung findet in der Aula des Gymnasiums Einsiedel, Niederwaldstraße 11, statt. Eingeladen sind ebenfalls die Pächter der Kleingartenanlage Waldblick.
Anwesend sind unter anderem der Leiter der Stabsstelle Asyl des Freistaates Sachsen, Herr Dirk Diedrichs, die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, Frau Barbara Ludwig, sowie Vertreter der Polizeidirektion Chemnitz und des Deutschen Roten Kreuzes.
Die Veranstaltung dient der Erörterung noch offener Fragen. Diese können auch vorab bis zum 19. April 2016 per E-Mail unter asylfragen@lds.sachsen.de eingereicht werden.
Am Veranstaltungsort besteht nur ein begrenztes Platzangebot. Um sicherzustellen, dass die interessierten Einsiedler Bürgerinnen und Bürger an der Veranstaltung teilnehmen können, werden die Veranstaltungsbesucher gebeten, sich auszuweisen.
Soweit zur Pressemeldung der LDS, wir haben für heute aber auch noch ein anderes Thema.
Die Quantität erdrückt die Qualität

Heute gab es eine (laute) Demo anlässlich eines „Demokratischen Aktionstages“. Es liegt uns fern, gesellschaftliches Engagement in Abrede zu stellen, auch oder vor allem vor dem Hintergrund einer kritischen Hinterfragung der derzeitigen Asylpolitik.
Dass diese Veranstaltung heute in Einsiedel aber vorab schlecht in die Öffentlichkeit transportiert wurde, zeigt uns die Teilnehmerzahl. Eine Veröffentlichung auf Facebook ist bei weitem nicht ausreichend, vor allem, wenn man auch ältere Menschen ansprechen will. Und wenn das gelingt, ist die nächste Frage, ob diese einem lärmenden Fahrzeug durch den Ort folgen würden. Wären nicht die Deutschlandfahnen gewesen, hätte der unvoreingenommene Beobachter auch locker auf eine Linken-Demo tippen können, die ja meist mit viel Geschrei und Gezeter abläuft.
Wir gehen einfach mal davon aus, dass nicht nur bei uns während und nach der Veranstaltung angefragt wurde, worum es sich heute hierbei gehandelt habe. Mehr als einmal wurde die Befürchtung geäußert, dass durch diese zusätzliche, außer der Reihe stattgefundene Veranstaltung hier im Ort die Teilnehmerzahlen mittwochs weiter sinken könnten.

„Demokratischer Aktionstag“, Einsiedel, 4. April 2016 
(Fotos: Werner Reuter)
5. April 2016
Mit „Demonstrationen an mehreren Orten“ bringt heute die Freie Presse noch einen kurzen Bericht über die gestrigen Demos. Neben Einsiedel werden noch zwei weitere im Stadtzentrum und in Lichtenau genannt.
Für Einsiedel berichtet die Zeitung von „rund 30 Personen“, was selbstverständlich wieder eine Falschangabe ist. Die Marschteilnehmer ließen sich ja nun wirklich halbwegs gut zählen. Es waren wenigstens 42, wahrscheinlich einige mehr. Nicht, dass wir jetzt missverstanden werden und diese recht beschauliche Teilnehmerzahl gutheißen würden! Aber es stellt sich doch die Frage: Warum muss selbst bei Zahlen, die dem Mainstream eigentlich in die Karten spielen, immer noch gelogen werden?
6. April 2016
Die in den Abendstunden des 4. April mehrfach vorgebrachten Befürchtungen, die Teilnehmerzahlen mittwochs in Einsiedel könnten ob der zusätzlichen Demo sinken, waren gänzlich unbegründet.
Zur heutigen Veranstaltung können wir mehr Teilnehmer als in der Vorwoche vermelden. Auch wer nicht durch die Reihen vor dem Rathaus läuft, merkt spätestens beim Vorbeimarsch des Demonstrationszuges nach der Kundgebung, dass dieser wieder länger geworden ist.

Wie immer: Ein Großteil verspätet sich. Aber sie erscheinen! 
(Fotos: Werner Reuter)
Aber vorher gab es heute wie üblich die Redebeiträge. Bei trockenem Wetter und 12 °C begann mit „Hallo Einsiedel“ um 19.11 Uhr der Sprecher vom Infostand seinen Beitrag. Er gab noch eine kurze Erklärung zur Demo vom Montag ab und verwies auf die Zusammenhänge mit den deutschlandweit durchgeführten Veranstaltungen dieser Art.
Aber weit größeres Interesse riefen seine Ausführungen zu zwei Vorgängen hervor, die als Anzeigen bei der Polizei aufgenommen wurden und wo nun offenbar entsprechend ermittelt wird. Bekommt jetzt die „heile Flüchtlingswelt in Einsiedel“ Risse?
Vorfall eins ereignete sich nach seinen Ausführungen unter dem 17. März auf dem Schrebergartenweg, als dort ein südländisch aussehender Typ mit schwarzen Haaren vor einer Frau, die ihren Hund Gassi führte, die Hosen herunterließ.
Vorfall zwei handelte von einem Diebstahl von Kaffee im Netto-Markt in Erfenschlag, der durch die couragierte Verkäuferin zwar nicht verhindert werden konnte, aber durch das mutige Engagement der Frau zur Rückgabe des Diebsgutes führte. Auch hier sollen die beiden Männer dem Einsiedler Erstaufnahmelager zuzuordnen sein, wie der Redner betonte.
Er nannte dann noch einige der „täglichen Einzelfälle“ im Stadtzentrum, von denen sogar die Freie Presse berichtet und manchmal auch Ross und Reiter nennt. Länderangaben zu den Tätern fokussieren sich dann auf den nordafrikanischen Raum und Asien.
Nun stellte sich Redner 2 als „Silvio aus Leipzig“ vor und begrüßte die Veranstaltungsteilnehmer mit „Guten Morgen, Einsiedel!“ Er erklärte seine Worte auch sofort damit, dass hier aufgewachte und ausgeschlafene Leute stehen, die aufgestanden sind. Er führt im Fortgang seiner kurzweiligen Rede zur Europapolitik aus.
Dritte Rednerin war eine jüngere Frau, die sich nicht vorstellte. Auch sie führt zur allgemeinen „großen“ Politik aus, ermahnt zu Wachsamkeit und ggf. Widerstand, so wie es das Grundgesetz vorschreibt (Artikel 20 Absatz 4).

(Foto: Werner Reuter) 
Kreuzungsbereich Einsiedler Hauptstraße Ecke Neue Straße
18:55 Uhr zeigt uns die noch immer nicht auf Sommerzeit umgestellte Rathausuhr, als der Redner vom Infostand mit „So, …“ zum Schweigemarsch aufruft – es ist also fünf vor acht.
Dieser setzt sich dann auf der bekannten Strecke in Bewegung.
Um 20:28 Uhr endet die Veranstaltung. Und wir wollen diesen Tag mit dem Banner von bekannter Stelle beenden. Wie immer mit passender „Politik-Kritik“ und wie immer eines der am meisten fotografierten Motive.



Vorm Rathaus war heute von 14:00 bis 18:00 Uhr wieder der Infostand aufgebaut.
Wie wir erfahren, soll die Aktion in 14 Tagen, also am 24. April, wiederholt werden.
Der „Grill-Zettel“ nimmt Bezug auf eine falsche Anschuldigung, nach der bei der ersten sonntäglichen Info-Stand-Veranstaltung vor zwei Wochen (27. März) hier verbotenerweise ein Grill aufgebaut worden war, was aber nicht stimmte.
In eigener Sache
Wir hatten bereits am 1. Januar angekündigt, die Berichterstattung zu den Vorgängen um das Erstaufnahmelager mindestens bis zur Erstbelegung aufrechtzuerhalten. Nach gefühlten 20 Anläufen ist es jetzt so weit: Die Tageschronik zum Dittersdorfer Weg 25 wird stark heruntergefahren.
Warum ist das so?
Dafür gibt es verschiedene Gründe:
- Zum einen – wir haben es mehrfach betont – ist der Charakter des Heimatwerkes Einsiedel eigentlich ein anderer, nämlich der Präsentation von Ortgeschichte. Vor allem von Häusern, Straßen, Naturdenkmalen usw. Nun haben wir sieben (!) Monate intensiv über die Vorgänge rund um die Liegenschaft Dittersdorfer Weg 25 im weitesten Sinne berichtet. Im Hintergrund liefen natürlich die heimatkundlichen Forschungen weiter, leider jedoch auf viel kleinerem Level.
- Und damit haben wir einen weiteren Grund: das Zeitproblem. Auch in den vergangenen Monaten haben wir historisches Material erhalten, einen besonders großen Posten im März. Und das gilt es aufzuarbeiten und wir wollen Teile davon sukzessive präsentieren.
- Und zum Dritten sind natürlich die Vorgänge rund um das Lager derzeit nicht so, dass es hier Bahnbrechendes zu beschreiben gibt. Hier können wir aber verkünden, dass wir eine detaillierte Berichterstattung gegebenenfalls unverzüglich wieder aufnehmen, wenn Relevantes erwähnenswert wird. Wir wollen und können uns nichts aus den Fingern saugen, dafür kann man diverse Publikationen käuflich am Kiosk erwerben.
Die reine Datensammlung, also Termine, Fotos, Zeitungsartikel usw., die mit der Liegenschaft im Zusammenhang stehen, läuft im Hintergrund selbstverständlich weiter.
Und stichpunktartig werden wir einzelne Termine weiterhin publizieren, aber eben ohne tief in die jeweilige Materie einzusteigen.
Die Entscheidung, die Einsiedler „Asyl-Berichterstattung“ herunterzufahren, ist uns nicht leichtgefallen und war auch keine Nacht-und-Nebel-Aktion. Und schon gar nicht beugen wir uns irgendeinem (politischen) Druck respektive Zeitgeist!
Aber wir wollen dieses große Zeitfenster, welches sich nun öffnet, nutzen, um wieder Dinge aus der Einsiedler Heimatgeschichte zu publizieren. Also Neues wird es hier immer geben, auch wenn’s meist uralt ist …
12. April 2016
Die aktuelle Belegung im Lager beträgt 105 Asylbewerber, etwa die Hälfte davon sind Kinder.
13. April 2016
Um 19:00 Uhr fand (bei 14 °C und Regen) wie jeden Mittwoch eine Kundgebung vor dem Rathaus mit anschließendem Schweigemarsch statt.

Nicht nur die Marschteilnehmer wurden heute nass, auch das ZDF lässt Böhmermann im Regen stehen.

Hoffnungen auf trockenes Wetter … 
… erfüllten sich nicht. (Fotos: Werner Reuter)
16. April 2016
Die Freie Presse bringt heute mit „Behörde informiert über Asylauskunft“ einen kurzen Artikel, der mit der Überschrift „Asyl: Einsiedler sollen Fragen stellen“ bereits unter dem 6. April in fast identischer Formulierung schon einmal veröffentlicht wurde.
Das legt den Schluss nahe, dass bisher recht wenig Fragen eingegangen sind und die Veranstalter die Sache noch etwas „anschieben“ möchten.
Was sich aber wohl hineininterpretieren lässt, ist die Annahme, dass sich an der bisherigen Nutzung des Lagers in Bälde nichts ändern wird.
200 Tage Info-Stand – ein Jubiläum, mit dem wohl keiner gerechnet hätte. Die zahlreichen Akteure und viele Gäste begingen ihren Ehrentag mit einer kleinen, öffentlichen Feier im Grundstück Einsiedler Hauptstraße 56.
In den frühen Nachmittagsstunden erreichte uns das mittlerweile dritte Schreiben des „Geistes von Einsiedel“. Wir wollen es selbstverständlich nicht vorenthalten …
18. April 2016
Wir bringen mit freundlicher Genehmigung der Bürgerinitiative „GEMEINSAM für Einsiedel“ heute den Tagebucheintrag derselben von deren Facebook-Profil. Es geht dort um die Gartensparte „Waldblick“, die dem Lager genau gegenüberliegt. Wir schreiben das deshalb hier noch einmal, um der „Nicht-Facebook-Gemeinde“ einfach mal einen kleinen Einblick zu geben. Einfach so …
BI – Einsiedler Tagebuch heute, 18.04.2016
Belegung Tag 105
Hier eine kleine Begebenheit berichtet vom Vorstand der Gartenanlage:
Vor etwa einer Stunde konnten ich im „Vorbeigehen“ am Zaum bei F+U ein kurzes, aber nettes Gespräch mit einem Mitarbeiter der Security führen. Offensichtlich ein ausländischer Mitarbeiter, aber freundlich und in gutem Deutsch, sprach er mich an …. „alles gut“ …. ich antworteten freundlich zurück ….“alles gut“. „Wir haben Glück, es sind gute Menschen hier“…. fügte er erklärend hinzu und klopfte zudem auf Holz.
Gerade die Gartenanlage hätte es bei unkontrollierter Vollbelegung einer EAE hart treffen können. Unter den Kleingärtnern ist man froh über den äusserlich reibungslosen Ablauf des Betriebes im Nachbargrundstück. Bisher gibt es von Waldblicks Seite her bis auf Plakatierungen, welche zur Anzeige gebracht wurden, keine Beschwerden. Der sog. EAE – Tourismus hat sogar das eine oder andere neue Gartenmitglied gebracht, so der Vorstand des Vereins. [sic]
Mit Stand heute befinden sich im Einsiedler Erstaufnahmelager 95 Asylbewerber.
In den Abendstunden kam es um ca. 22:15 Uhr zu einem Brandanschlag auf die Häuser 16 und 17 im Lager. Drei Molotowcocktails sollen etwa 3 bis 4 Meter vor den Gebäuden auf die Wiese gefallen sein. Sie wurden vom Wachschutz rechtzeitig gelöscht. In den beiden Häusern waren zum Zeitpunkt 21 Asylbewerber untergebracht, keiner wurde verletzt.

Die Häuser 17 (hinten) und 16. Das Foto gibt einen guten Eindruck davon, wie nah die Gebäude am Zaun stehen. Die „drei bis vier Meter Abstand“, in denen die Wurfgeschosse vor den Bauten niedergegangen sein sollen (so die Veröffentlichungen von Freier Presse, MDR und Morgenpost), lassen sich gut abschätzen. Auch der kurze Steilhang unmittelbar vor den Gebäuden ist recht gut erkennbar. (Foto vom 29. November 2015)
20. April 2016
Das Entsetzen über die Attacke von gestern Abend ist groß, unisono wird der Anschlag im Ort scharf verurteilt. Wie wohl die allermeisten Einsiedler lehnen auch wir derartige Aktionen entschieden ab!
Wie immer schießen sofort Spekulationen über die Täter ins Kraut: rechts motiviert, links motiviert, ein paar Rotzer, denen „in Einsiedel zu wenig los ist …“.
Bis in die Abendstunden blieben direkte Schuldzuweisungen der Medien aus. Nachfolgend drei Screenshots von heute Mittag. Nachdem vor allem über die Anzahl der Asylbewerber (200!) im Lager falsch informiert wurde, wurde die Angabe später im Laufe des Nachmittags präzisiert.
Es kann als gesetzt gelten, dass die Polizei in alle Richtungen ermittelt, und die medialen Ausführungen oben, die in ähnlicher Form auch in anderen Publikationen zu finden sind, dem derzeitigen Sachstand und den Bemühungen der Exekutive wohl recht gut entsprechen.
Der Einsiedler Ortsvorsteher Falk Ulbrich (CDU) wird vom MDR wie folgt zitiert:
Wir verurteilen den Brandanschlag und sind froh, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind. Wir hoffen, dass die Polizei die Täter ermitteln kann.
Um 19:00 (19:15 …) Uhr fand dann die mittwöchliche Kundgebung gegen die Asylpolitik der Regierung statt.

Der versuchte Brandanschlag war dann auch das erste Thema bei der Demo heute Abend vor dem Rathaus. Der Sprecher vom Info-Stand distanzierte sich sofort von der Attacke: „Es nutzt nur denen, die aus so einer Sache Kapital schlagen können.“ Beifall aus dem Publikum. Seine vorbereitete, ursprüngliche Rede rückte etwas in den Hintergrund.


(Foto: Werner Reuter)
Er war heute als einziger Sprecher vorgesehen, allerdings bat – für alle unerwartet – die Einsiedler Ortschaftsrätin Steffi Barthold (Bürgerliste) darum, sprechen zu dürfen, dem seitens des Veranstalters auch zugestimmt wurde. Schwächen in der verbalen Ausdrucksweise ihrerseits und Ungeduld und „nicht ausreden lassen“ auf der Seite des Veranstalters, dazu eine etwas aufgeheizte Stimmung im Publikum, hinterließen einen wirklich schlechten Eindruck. Schade für alle Beteiligten, wirklich schade!

(Foto: Werner Reuter) 
Seit Langem wurde die Veranstaltung und auch der anschließende Schweigemarsch heute wieder einmal von Bereitschaftspolizei begleitet.
21. April 2016
Erwartungsgemäß hat es heute Einsiedel im Lokalteil der Freien Presse ganz nach vorn geschafft. Nach vielen Wochen „Einsiedler Abstinenz“ berichtet heute Michael Müller, der den ihm zum Zeitpunkt bekannten Wissensstand wiedergibt.
Ein ganz spezieller Fall … Viel interessanter ist der DPA-Artikel, der auf der Website der Freien Presse in den Abendstunden abrufbar ist. (Ehemals verlinkter Artikel anbieterseitig nicht mehr verfügbar.)
Mit Stand heute befinden sich im Einsiedler Erstaufnahmelager 90 Asylbewerber.
24. April 2016
Am Nachmittag war vor dem Einsiedler Rathaus wieder der Infostand aufgebaut.
26. April 2016
Um 18:00 Uhr war vom linken Bündnis „Chemnitz Nazifrei“ eine Demo am Einsiedler Bahnhof mit anschließendem Marsch Neue Straße – alte Hauptstraße bis Rathaus angemeldet.
Um 19:00 Uhr war die Ortschaftsratssitzung mit Einwohnerfragestunde
Hier wurde bekannt, dass die vollständige Erneuerung der Wasserleitung auf der Schollstraße für Ende Mai, Anfang Juni vorgesehen ist. Unklar ist zum Zeitpunkt, ob während der Bauarbeiten die Belegung im Lager beibehalten oder heruntergefahren wird.
27. April 2016
Demonstration gegen Rassismus
Unter dieser Überschrift war die gestrige Demo für Freie-Presse-Redakteur Michael Müller einen ganz kurzen Artikel wert. Neutral geschrieben, den Tatsachen entsprechend und >>> Achtung, jetzt kommt’s: Die Teilnehmerangabe „etwa 100 Menschen“ stimmte tatsächlich!
Mittwochsdemo
Die Teilnehmer der wie immer verspätet begonnenen Kundgebung gegen die Asylpolitik vor dem Einsiedler Rathaus hörten heute wieder zwei hervorragende Reden.
Bei schönem, aber kaltem Wetter (4 °C) gab es im Anschluss den obligatorischen Schweigemarsch auf bekannter Strecke.
Die LDS informiert in den Vormittagsstunden via „Medienservice“ auf „sachsen.de“ noch einmal über die Bürgerversammlung am kommenden Montag. Kurz zuvor lesen wir an gleicher Stelle eine weitere, Einsiedel betreffende Pressemeldung, wir haben diese am 2. Mai eingefügt.
30. April 2016
An diesem Wochenende erhielten viele Einsiedler die vierte Ausgabe der „Informationen aus Einsiedel“ kostenlos in ihre Briefkästen zugestellt.

Beim Einsiedler Maiumzug ist erstmals auch ein Wagen des Infostandes dabei.
Pressemeldung:
Integration in Einsiedel – Ehrenamtliche Helfer erhalten Fördermittelbescheid von Ministerin Köpping
Einladung an die Medien
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ehrenamtliches Engagement für Flüchtlinge im Chemnitzer Ortsteil Einsiedel wird mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Integrative Maßnahmen“ unterstützt. Das Projekt „Koordinator für ehrenamtliche Helfer in der Flüchtlingshilfe“ des Fördervereins der ev.-luth. Jakobikirche Einsiedel erhält am kommenden Montag den Fördermittelbescheid.
Integrationsministerin Köpping: „Hier in Einsiedel gibt es, wie in ganz Sachsen, Menschen, die für andere Verantwortung übernehmen, die da sind und helfen. Ich freue mich, dass wir mit dem Förderprogramm Integrative Maßnahmen, diese Arbeit unterstützen können.“
Wir laden Sie herzlich zur Fördermittelübergabe ein.
Übergabe Fördermittelbescheid „Integrative Maßnahmen“ an den Förderverein der ev.-luth. Jakobikirche Einsiedel e.V.
Datum: Montag, 2. Mai 2016
Uhrzeit: 16:00 Uhr,
Ort: Turnhalle, Dittersdorfer Weg 4, 09123 Chemnitz, OT EinsiedelWir würden uns freuen, ein Mitglied Ihrer Redaktion begrüßen zu können. Ihre Anmeldung würde uns die Planung erleichtern.
(…)

(Foto: Werner Reuter)
Um 18:00 Uhr fand im Einsiedler Gymnasium die Bürgerversammlung der Landesdirektion Sachsen (Zentrale Ausländerbehörde) statt, siehe dazu auch die Pressemeldung weiter oben.
Die recht geringe Resonanz auf diese Veranstaltung kam nicht unerwartet und war wohl auch vorhersehbar. Unzählige Gespräche in der Vorwoche und vor allem während des Festes zum 1. Mai oben an der Brauerei ließen erahnen, dass die Teilnehmer bei weitem nicht die Anzahl erreichen würden, wie zu der Bürgerversammlung unter dem 29. Oktober 2015 an gleicher Stelle.
Wir zitieren im Zuge der o.g. Veranstaltung nun das „Einsiedler Tagebuch“ der BI „GEMEINSAM für Einsiedel“ mit deren freundlicher Genehmigung:
BI – Einsiedler Tagebuch heute, 02.05.2016
Belegung Tag 119
Die Landesdirektion Sachsen hatte am heutigen Abend zur Infoveranstaltung zum Thema EAE, in´s Gymnasium Einsiedel eingeladen.
Zu diesem Zwecke hatte man den Einlass kurzerhand zum Hochsicherheitstrakt gemacht. Nun gut Ordnung muss sein und besser einmal mehr hingeschaut als zuwenig. Unverständlich bleibt hingegen, weshalb Personen mit gültigem Reisepass statt Personalausweis der Eintritt verwehrt werden sollte.
Wer vorab grosse Erwartungen an den Abend knüpfte, musste enttäuscht nach Hause gehen. Im Grossen und Ganzen muss man die Veranstaltung als dizipliniert und sachlich bezeichnen. Die Informationen von Herrn Diedrichs (LDS) waren wie immer sehr exakt und sachlich ausgeführt, Antworten auf lange offene und überfällige Fragen sagte er bereitwillig zu.
Enttäuschend hingegen müssen wir den Auftritt von Frau Ludwig bezeichnen. Unangenehme Fragen versuchte sie geschickt mit einem grossen bunten Regenbogen aus Wortspielen in ein schönes buntes Licht zu stellen, und somit zu entkräften. So kam es auch dazu, dass mehrere Fragesteller noch einmal direkt „nachhaken“ mussten.
Dass wir Einsiedler mittlerweile mittwochs nicht mehr nur gegen die EAE auf die Strasse gehen, sondern zu 98% gegen die verfehlte Politik im Lande, sollte auch Frau Ludwig nicht entgangen sein, aber sie behauptet es !
!!! In der Versammlung und auch im MDR Interview !!!
Ebenfalls nicht wahrheitsgemäss ist beispielsweise ihre Aussage im MDR, dass die überwiegende Unterbringung von Familien zugesagt wurde. Sogar Herr Diedrichs (LDS) hatte bezugnehmend auf die vorangegangene Veranstaltung heute nochmals bekräftigt, dass er dies nicht zusagen konnte, aber sehr froh ist, dass es so gekommen ist.
Klartext:
Die Ruhe und Ordnung im Ort ist einzig und allein dem besonnenen, kritischen und friedlichen Wiederstand der Bürgerschaft zu verdanken. Wir erinnern an die Pressemitteilung mit der Aussage„Einsiedel geht in der kommenden Woche ans Netz“. Und hätten die Einsiedler nicht ernst gemacht, wäre es auch so gekommen.
In diesem Sinne eine gute Nacht. [sic]
3. Mai 2016
Die Bürgerversammlung von gestern Abend fand freilich heute ihre Resonanz in diversen Publikationen des Mainstreams.
4. Mai 2016

Flyer / Aushang 
Das heutige Mittwochsbanner mit der leider kurzen Halbwertzeit. (Foto: Werner Reuter)
Bei der heutigen Mittwochsdemo kam der Sprecher des Info-Standes noch einmal auf die Demo von „Chemnitz Nazifrei“ am Dienstag vergangener Woche zu sprechen und selbstverständlich blieb auch die Bürgerversammlung vom Montag nicht unerwähnt. Sichtlich stolz waren er und wohl der ganze Info-Stand, dass dieser beim Festumzug am 1. Mai in der Moderation (sinngemäß) „als mittlerweile feste Größe in Einsiedel“ genannt wurde. Das ist natürlich korrekt. Wenn auch ganz bestimmt nicht von allen geliebt, bekannt sind die dortigen Akteure im Ort auf jeden Fall.
Zweiter Sprecher war „Der Lange aus Roßwein“. Dieser Mann von der Bürgerinitiative „Roßwein wehrt sich gegen Politikversagen“ war kein Unbekannter. Er hatte bereits unter dem 23. März in Einsiedel interessant gesprochen und auch heute wieder mit einer unterhaltsamen Rede den Kundgebungsteilnehmern Ereignisse geschildert, die man so im Mainstream ganz sicher nicht hört oder liest.
Fazit: Heute gab es bei mittlerweile trockenem Himmel und 8 °C zwei kurzweilige Reden, die von den Teilnehmern des anschließenden Schweigemarsches wohl noch in kleineren Kreisen weiterdiskutiert wurden.
Und der Schweigemarsch als solcher ging dann auch entsprechend über die Bühne … keine Parolen, keine Pöbeleien, kein Alkohol, keine Vermummten …
7. Mai 2016
Das andere Gesicht von Einsiedel
… unter dieser Überschrift berichtet heute Michael Müller in der Freien Presse Verschiedenes von der „Flüchtlingshilfe Einsiedel“. Eines muss man dieser lassen: Sie ist äußerst konsequent bei der „Nichtherausgabe“ von Informationen: „Interview-Anfragen wurden stets abgelehnt“, berichtet Müller. Und da war er nicht der Einzige.
Nun – nach der ministeriellen Förderbescheidübergabe am letzten Montag – gab es doch ein paar Informationen.
8. Mai 2016
Der Info-Stand hatte sich am Nachmittag wieder für ein paar Stunden von dem Einsiedler Rathaus positioniert.

Ein Mittwoch und damit um 19:00 Uhr das allwöchentliche Treffen der Asylkritiker vor dem Rathaus.

Bei bestem, frühlingshaften Wetter und 18 °C gab es heute wieder zwei hervorragende Vorträge der „Stammredner“ und den anschließenden Schweigemarsch auf bekannter Runde.

Flyer / Aushang 
Schweigemarsch
Zwei wichtige Termine wurden heute verkündet, wenn auch noch nicht bestätigt:
- 17. Mai, zur Bürgersprechstunde sind LDS und DRK vor Ort.
- 24. Mai, Treffen aller Akteure (auf Einladung), die in die Asylbewerberthematik involviert sind. Also Befürworter und Gegner.
In Erinnerung der Reden bleibt auch hier wieder das berechtigte Bemängeln der Öffentlichkeitsarbeit der Flüchtlingshilfe Einsiedel. Gerade vor dem Hintergrund des in der letzten Woche übergebenen Fördermittelbescheides bringt die abgedroschene „Wir-helfen-Punkt-Floskel“ noch mehr Unmut in weite Teile der Einsiedler Bürgerschaft.
Einige Fakten gab es letzten Samstag in der Freien Presse, die – so ist die allgemeine Vermutung – nur herausgegeben wurden, da Staatsministerin Petra Köpping und OB Barbara Ludwig dazu „ermunterten“.
Wenn wir im gleichen Artikel lesen: „Weil wir uns auf unsere Arbeit und die Menschen in der Einrichtung konzentrieren wollen“ (so erläutert Mitbegründer Veit Gruber die Zurückhaltung), stellt sich die Frage, wieso bei „weit über 100“ Menschen, die dort angeblich tätig sind, nicht mal einer oder zwei etwas Öffentlichkeitsarbeit betreiben und aller paar Tage einige Informationen posten können. Nun, vielleicht fürchtet man Kritik in Form von Kommentaren, die dann dort folgen könnte. Kommentare, die Akteure und BI bei den Asylkritikern scheinbar täglich aushalten müssen!
Dazu noch ein Zitat des „Einsiedler Tagebuchs“:
Und diese Menschen [die Einsiedler Asylkritiker, d. Red.] lassen sich nicht dafür feiern und auszeichnen, dass sie es sind, die den Willen der Allgemeinheit nach außen tragen und die tatsächlich Gesicht zeigen. Wir werden nicht ermutigt, über unsere Arbeit zu informieren und tun es trotzdem. Wir demonstrieren. Punkt.
Es täte wohl der Flüchtlingshilfe Einsiedel gut, ein wenig in PR zu investieren. Kindliche Bildchen und rückwärtsgeschriebene Namen in sozialen Netzwerken bringen vielleicht „Anerkennung“ in den eigenen Reihen, als Hilfsmittel zur Außenwirkung verpuffen sie völlig. Und die Protagonisten, die jetzt wieder die alte Leier anstimmen, dass sie nach Identifizierung geteert und gefedert durchs Dorf getrieben werden, sollten sich ein Beispiel an den paar jungen Mädels nehmen, die mit realem Namen und Bild ihre Meinung kundtun und denen selbstverständlich auch keiner zu Leibe rückt.
Und um es noch einmal deutlich zu sagen: Gewalt, von welcher Seite und aus welchen Beweggründen auch immer, wird in Einsiedel abgelehnt!
Viel kooperativer ist da Dirk Dietrichs von der Landesdirektion. Auf Nachfrage der BI „Gemeinsam für Einsiedel“ gibt er ganz konkrete Auskunft:
Zu Ihrer Frage nach der Belegung teile ich Ihnen folgenden Belegungsstand vom heutigen Tag (11.05.16) mit:
95 Personen (43 weiblich, 52 männlich), davon 37 Kinder
Hauptherkunftsländer: Syrien (55), Indien (11), Afghanistan (9), Libyen (5), Irak (4)
Nicht neu war heute das Banner im Kreuzungsbereich Neue Straße, es wurde das Motiv von letzter Woche gezeigt.
Bürgersprechstunde mit Landesdirektion und DRK-Vertretern ab 16:00 Uhr im Rathaus.
Die derzeitige Belegung im Einsiedler Lager beträgt 84 Asylbewerber. Es wurde vereinbart, dass die aktuelle Belegung immer dienstags von der LDS an den Ortschaftsrat per Mail übermittelt wird. Heute hat das schon mal gepasst …


Heute gab es wieder die bekannte Mittwochsveranstaltung der Asylkritiker vor dem Rathaus, mit augenscheinlich mehr Teilnehmern als in der Vorwoche. Die Besucher hörten einen größeren Redebeitrag von einem „Stammsprecher“ und dann noch einige Informationen einer „Gastsprecherin“, die aus dem Stadtrat berichtete. Ein kleiner Spaziergang auf bekannter Runde bei 14 °C und trockenem Wetter beendete die Veranstaltung. Ansonsten keine besonderen Vorkommnisse! Wie immer!
(Fotos unten: Werner Reuter)
19. Mai 2016
Wirbel um großes Stahlgerüst direkt neben dem Flüchtlingsheim
… titelt heute die Freie Presse in einem größeren Artikel im Lokalteil.
Dieser Artikel macht letztlich deutlich, wie vergiftet das Klima in Einsiedel ist. Der Sachverhalt mit den Bienen (… kleinstes Nutztier des Menschen) und dem Gerüst ist nicht ganz so neu, erst letzten Freitag trug einer der beiden Imker in der Mitgliederversammlung von H+G bezüglich der Problematik vor. Aber was nun wieder für Gerüchte, Einbildungen und Neurosen hier im Ort produziert werden, stimmt mehr als bedenklich. Es will scheinen, dass alles, also wirklich alles, was diesseits der Zwönitz errichtet wird, im Verdacht steht, gegen die EAE und deren Bewohner gerichtet zu sein. Wo soll das noch hinführen?

Das Gerüst des Anstoßes … 
… am 22. Mai 2016
„Heimatstolz und Fremdenangst“ – ein weiterer Artikel in der Freien Presse von heute.
Er streift Einsiedel eigentlich nicht, betrifft die sächsische CDU, deren scheinbar wieder aufgewärmte Patriotismusdebatte, und bringt auch AfD-Zitate wie „Weg vom links-rot-grün versifften 68er Deutschland“. Der Beitrag ist in seiner Gesamtheit lesenswert, wer also etwas Zeit übrig hat …
Der geneigte Leser erkennt, dass das fast unüberschaubar wirkende Konvolut der Linksparteien – deren programmatische Unterschiede vermutlich nur die eigenen Parteigenossen erfassen – mit der sächsischen CDU wohl noch etwas Geduld haben muss, bevor diese im Gleichschritt mit ihnen marschiert. Seit’ an Seit’, sozusagen.
Und wenn der Redakteur eingangs des Artikels fragt: „Eine Anbiederung an die AfD?“, trauen wir uns die Antwort zu: Nein, eine ängstliche Reaktion!
22. Mai 2016
Foto rechts: Heute Nachmittag war wieder der Info-Stand für einige Stunden vor dem Rathaus aufgebaut.
Fotos unten:
Bereits gegen halb zwei Uhr nachmittags fand die 37. Erzgebirgsrundfahrt in Einsiedel ihr Ende. Die Polizei musste temporär die Zufahrten zur Einsiedler Hauptstraße für die Radrennsportler sperren. Zu einer Zeit, als der Bus der Linie 92 auf selbige wieder auffahren wollte. Lachend meinte ein Zuschauer, dass es wohl morgen wieder schlechte Presse gäbe, weil der „Einsiedler Mob“ den Sonderbus, der zwischen Lager und Ortsmitte pendelt, blockiert habe.
Also Entwarnung: Keine Blockade, eine polizeiliche Maßnahme in Folge einer Sportveranstaltung. 😆
Die aktuelle Belegung am heutigen Tage beträgt 76 Asylbewerber im Einsiedler Lager.
Um 18:30 Uhr fand auf Einladung des Ortschaftsratsvorsitzenden ein Treffen der unterschiedlichen Akteure rund um die Einsiedler Asylproblematik statt. Die Veranstaltung war bezüglich der Teilnehmerzahl bewusst klein gehalten.
Folgende Beteiligte waren vor Ort:
2 × Flüchtlingshilfe Einsiedel, 2 × Info-Stand, 1 × Kirche, 3 × BI „Gemeinsam für Einsiedel“, 1 × Feuerwehr Einsiedel, ein Ortschaftsrat und der Ortschaftsratsvorsitzende. Mithin also elf Personen.
Es war eine angenehme Gesprächsatmosphäre. Eine Wiederholung, unter Umständen auch mit anderen Teilnehmern und Pressevertretern, ist geplant.
Die Veranstaltung endete kurz nach 21:00 Uhr.
25. Mai 2016

Auf der Mittwochsdemo der Asylkritiker gab es heute drei Sprecher. Zum einen kam erneut die Sache mit den Bienen in der Sparte „Waldblick“ zum Vortrag, der Imker berichtete. Die anderen Themen waren die aktuelle Politik in Deutschland und der „Tag der offenen Tür“ in der Grundschule Einsiedel am 1. Juni.

(Fotos: Werner Reuter) 
28. Mai 2016
Die mittlerweile fünfte Ausgabe der „Informationen aus Einsiedel“ wurde heute vielen Einsiedlern kostenlos in ihre Briefkästen zugestellt.
Im Pfarrgarten (Harthauer Weg 4) gab es heute Nachmittag ein großes Kinderfest. Dazu waren auch Familien aus der EAE eingeladen und erschienen.
Nach Rücksprache mit einigen Teilnehmern hörten wir von allen, dass die Veranstaltung ein großer Erfolg gewesen sei. Das hervorragende Wetter tat ein Übriges.
Ortschaftsratssitzung ohne Bürgersprechstunde.
Nach über einem halben Jahr großer Zurückhaltung gibt es heute einen recht umfassenden Einblick in das Wirken der Flüchtlingshilfe Einsiedel. Im Einsiedler Anzeiger Juni 2016 (unten) finden wir auf den Seiten 10 und 11 einen sehr ausführlichen Artikel. Wir freuen uns, dies schreiben zu können. Es ist davon auszugehen, dass der Beitrag von regem Interesse sein wird.
Die aktuelle Belegung im Lager beträgt mit Stichtag heute 63 Asylbewerber.
Wir danken allen, die Fotos und Daten bereitgestellt haben!
Und freilich sind wir auch zukünftig auf Zuarbeit angewiesen und freuen uns über diese!






















