Berbisdorfer Straße 157

„Lehngericht Berbisdorf“, früher auch „Gasthof zum Lehngericht“

 

Lehngericht BerbisdorfDer Gasthof „Lehngericht Berbisdorf” auf Lithographie, postalisch gelaufen am17. November 1905.

 

 

Hier im Hause fand am 2. November 1935 der offizielle (behördliche) “Heimat- und Werbeabend” anlässlich der Eingemeindung von Berbisdorf statt. Der Zuspruch zu dieser Veranstaltung war vor allem unter den Bauern recht mäßig, nur ein Einzelner von ihnen war gekommen. Der Grund dafür war leicht zu finden. Die Gemeindeverwaltung Einsiedel hatte den Bauern auferlegt, dass die Milch als Pflichtsoll abgeliefert werden musste und nicht mehr frei vom Hof weg verkauft werden durfte.
Im Gemeindebericht war später darüber zu lesen, dass der Widerstand der Bauern mit “sanftem Druck” gebrochen werden musste.
(Lithographie: Jürgen Fritzsche)

 

 

Annonce Lehngericht Berbisdorf 1935Aber nichtsdestotrotz hat der Wirt Fritz Bochmann nebenstehende Annonce im “Einsiedler Wochenblatt” aufgegeben, um für diese Eingemeindungsfeier zu werben.
(Vorlage: Hans-Christian Günther)

 

 

 

 

 

Zwei klassische Postkarten/Lithographien des Gasthofs, beide aus den 1920er Jahren. Oben rechts sehen wir auch die 1904 errichtete Turnhalle. Diese befand sich genau gegenüber (neben Grundstück Berbisdorfer Straße 118) und wurde in den 1990er Jahren abgerissen.

Oben das Lehngericht Berbisdorf am 20. August 2005. Zu DDR-Zeiten lange geschlossen, wurde der Gasthof mit Pension 1991 vom Eigentümer wiedereröffnet. Das Gasthaus hatte letztmalig am Wochenende 27. & 28. Mai 2017 geöffnet, seitdem ist es dauerhaft geschlossen.

 


 

Berbisdorf

 

 

 

 

 

 

Kommentar verfassen