Berbisdorfer Straße 92

„Gasthaus zur Friedenseiche“ & Naturdenkmal „Friedenseiche 1871“

 

Gasthaus zur Friedenseiche Postkarte 1941Das “Gasthaus zur Friedenseiche” auf einer Fotopostkarte mit 4-fach-Ansicht.
Diese Karte lief am 21. September 1941 als Feldpost.
(Vorlage: Jürgen Fritzsche)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Friedenseiche Berbisdorf Postkarte 1983Eine ähnliche Postkarte -sie lief am 10. Mai 1985- zeigt uns, dass sich eigentlich im Laufe der 44 Jahre, die zwischen den beiden Karten liegen, recht wenig geändert hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Friedenseiche Berbisdorf am 20.08.2005Und wenn wir nun die nebenstehenden Fotos vom 20. August 2005 betrachten, dann stellen wir fest, dass nach wie vor im Inneren wie im Äußeren des Gebäudes wenig umgestaltet wurde.
Man setzt also auf Tradition und die Gemütlichkeit eines Dorfgasthofes.
Links oben Gastraum mit Tresen, daneben Außenansicht vom Parkplatz aus, links unten Gastraum mit Stammtisch (hinten), rechts unten das Vereinszimmer im Anbau.

 

 

 

 

 

 

 

Gasthaus zur Friedenseiche Lithografie 1912Zur Geschichte:
1869 ersuchte der Krämer Karl Friedrich Martin beim Gemeinderat zu Berbisdorf um ein Schankgesuch für dieses Gebäude nach, was ihm auch gewährt wurde. Bereits im Folgejahr übernahm sein Sohn die Gastwirtschaft.

Am 27. August 1871 wurde der damalige Dorfteich, welcher schräg gegenüber dem Gasthaus lag, zugeschüttet und aus Anlass des Sieges im Kriege gegen Frankreich in unmittelbarer Nähe des Gasthauses eine sogenannte “Friedenseiche 1871” gepflanzt. Dieses Ereignis gab dem bis dahin “Martinschen Restauration” genannten Gasthaus mit Materialwarenhandlung den heutigen Namen.

Links eine Lithografie, postalisch gelaufen am 15. August 1912.

 

 

 

 

Prakplatz an der Friedenseiche in Berbisdorf 2005Rechts der Parkplatz des “Gasthauses zur Friedenseiche” am 20. August 2005. Früher war an dieser Stelle eine Art Biergarten, der zum Gasthaus gehörte. (Die Lithographie oben links gibt das recht gut wieder.)

Auf dem Foto erkennen wir am linken Bildrand das Ehrenmal für die Gefallenen von Berbisdorf im ersten Weltkrieg 1914-1918.
Vorher befand sich an dieser Stelle der 1871 zugeschüttete Dorfteich, jetzt steht hier – gut erkennbar- das Naturdenkmal “Friedenseiche 1871”.

 

 

 

 

Reklameanzeige 1935Seit der Landwirt Richard Weigand 1933 das Haus mit den dazugehörigen Feldern von damaligen Eigentümer Richard Hirsch kaufte, befindet es sich im Besitz dieser Familie.

Rechts sehen wir eine Annonce aus dem “Einsiedler Wochenblatt” von 1935. Die “Eingemeindungsfeier” bezieht sich auf die Eingemeindung Berbisdorfs nach Einsiedel. Die offizielle (behördliche) Feier fand allerdings im “Gasthof Lehngericht” statt.

Ab dem Jahre 2000 führten der Urenkel von Richard Weigand Michel Fiedler und dessen Ehefrau Susann das kleine Gasthaus, seit 2017 ist es aus familiären Gründen geschlossen.

 

Naturdenkmal Friedenseiche 1871 BerbisdorfNamensgeber für die Restauration war -wie erwähnt- das Naturdenkmal “Friedenseiche 1871” in Berbisdorf. Rechts eine Aufnahme vom 20. August 2005.

 

Hinweisschild an der Friedenseiche 1871

Berbisdorf hatte im Deutsch-französischem Krieg 1870/71 zwei Tote zu beklagen, den Grenadier Hermann Abendroth und den Jäger Bernhard Schmidt. Beide fielen in der Schlacht bei Sedan (1. und 2. September 1870).
Die Gemeinde Berbisdorf gedachte ihrer Toten mit einer Gedenktafel, einer sog. Sedantafel, in unmittelbarer Nähe des Baumes.

 

 

 

 

 

 

 

 


Heimatwerk Einsiedel sagt Danke!

 

 

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